FundamentalismusMenschenrechte

2018: Ein Jahr der brutalen Unterdrückung im Iran

NWRI- Das iranische Volk ging im Dezember 2017 auf die Straße, um in Anti –Regierungsprotesten auf ihre Situation aufmerksam zu machen.  In 2018 gingen diese Demonstrationen und Proteste weiter und dabei wurden auch Themen wie die Einmischungen des Regimes in der Region oder seine Korruption angesprochen.

Die Machthaber reagierten wie immer, wenn das Volk protestiert. Es initiiert eine Druckkampagne gegen das Volk und versucht, weitere Proteste zu verhindern. Unterdrückende Sicherheitskräfte haben alleine in den ersten zwei Monaten rund 4900 Menschen verhaftet und es gab 21 Todesfälle.

Das ganze Jahr gab es einen konstanten Strom an Berichten aus dem Land, wo Demonstranten und streikende Iraner verletzt und verhaftet wurden.

Es gibt Duzende politische Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger, die weiter in Haft sitzen. Viele von ihnen sind für viele Jahre inhaftiert worden. Sie wurden inhaftiert, weil sie einfach nur friedlich aktiv waren und sie sind eines der Hauptziele des iranischen Regimes.

Selbst Umweltaktivisten wurden inhaftiert. Die Geschichte von Kavous Seyed Emami hat viele Menschen in aller Welt schockiert. Seyed Emami ist ein bekannter iranisch – kanadischer Professor und Umweltschützer, der in Haft starb. Seine Familie äußerte ihre Sorge über die Umstände, die zu seinem Tod führten und sie riefen zu einer unabhängigen Untersuchung auf, die bis heute verweigert wurde.

Über das ganze Jahr 2018 hat das iranische Regime weiterhin Präsident Bashar al Assad in Syrien unterstützt und seinem Regime wichtige militärische Hilfe zukommen lassen, obwohl die internationale Gemeinschaft das Regime mehrfach dazu aufgerufen hat, dies zu stoppen.

Die Einmischungen des Regimes in zahlreiche andere Länder ist einer der Hauptgründe dafür gewesen, warum sich der US Präsident Donald Trump aus dem Atomdeal von 2015 mit dem Iran zurück zog. Trump gab bekannt, dass die Sanktionen wieder eingesetzt werden und dass seine Administration so viel Druck wie möglich auf das Regime ausüben wird.

Der US Präsident und mehrere wichtige Personen seiner Administration, zu denen unter anderem auch Außenminister Mike Pompeo zählt, haben darüber gesprochen, dass das iranische Volk das erste Opfer des iranischen Regimes ist. Sie haben auf den Wunsch des Volkes nach einem Wandel im Iran hingewiesen und dass die Menschenrechtsfrage im Iran von größter Wichtigkeit ist.

Seit vielen Jahren werden religiöse und ethnische Minderheiten im Iran verfolgt und dies war auch 2018 nicht anders. Die Gesetze des Landes erlauben zum Beispiel der Gruppe der Baha’i nicht, ihren Glauben frei im Iran zu praktizieren. Sie werden systematisch diskriminiert und viele von ihnen befinden sich in Haft. Wer den Baha’i angehört, darf nicht einmal an einer Universität studieren. 

Auch die iranischen Frauen waren weiterhin ein zentraler Bestandteil der Unterdrückung im Iran und diese betrifft zahlreiche Bereiche ihres Lebens. Diese gehen über Familienangelegenheiten wie Erbe, Heirat und Scheidung bis hin zum Entzug von Kindern. Iranische Frauen müssen in vielen Angelegenheiten die Erlaubnis ihres Ehemanns einholen, zum Beispiel, wenn sie einen Ausweis beantragen oder ins Ausland reisen wollen. Zudem gibt es einen Kleidungskodex, welchen sie einhalten müssen. Dazu zählt unter anderem, dass sie sich in der Öffentlichkeit verschleiern müssen.

Die Frauen stehen an vorderster Front, wenn es um den Kampf gegen diese altertümlichen Gesetze geht und sie waren bei den Protesten im letzten Jahr stets präsent und einige haben dadurch protestiert, dass sie bewußt das Tragen des Hijab verweigerten. Das Regime unterdrückt auch ihre Proteste und zahlreiche Frauen wurden verhaftet und inhaftiert.