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Assadis Verurteilung: Ein historischer Wendepunkt in den internationalen Beziehungen zum iranischen Regime

Ein Gericht in Antwerpen, Belgien, verurteilte den inhaftierten iranischen Terror-Diplomaten Assadollah Assadi aufgrund der Beschuldigung des Terrorismus zu zwanzig Jahren Haft. Es ist das erste Mal, daß ein Diplomat wegen einer im Dienst ausgeübten Tätigkeit ein solches Urteil erfährt.

Außerdem verurteilte das Gericht Assadis Mit-Verschwörer Nasimeh Naami, Mehrdad Arefani und Amir Saadouni zu 18 bzw. 17 und 15 Jahren Haft. Die vier Überführten hatten den Versuch unternommen, die jährliche Versammlung „Freier Iran“, die vom Nationalen Wider-standsrat des Iran (NWRI) 2018 in Paris organisiert wurde, zu bombardieren.

Aufgrund unleugbarer Beweise und nach mehr als zweieinhalbjähriger Ermittlung kamen die Ankläger zu dem Schluß, daß der Bombenanschlag von 2018 nicht auf eine persönliche Initiative Assadis zurückging, sondern daß es sich dabei um einen Akt von staatlich betriebenem Terrorismus handelte.

Daher könnte dem Prozeß gegen Assadi in den Beziehungen zwischen Europa und dem Iran die Bedeutung eines Wendepunktes annehmen. Diese Tatsache bestätigten einige prominente Politiker von beiden Seiten des Atlantik während einer Veranstaltung online, die zugleich mit der Verkündung des Urteils über Assadi stattfand. Viele von ihren Rednern hatten im Jahre 2018 an der Versammlung „Freier Iran“ teilgenommen.

Die frühere kolumbianische Senatorin und Präsidentschafts-kandidatin Íngrid Betancourt, die einmal Ziel eines terroristischen Angriffs gewesen war und sechs Jahre in Gefangenschaft verbracht hatte, bezeichnete die Überführung Assadis als „Sieg für alle Terror-Opfer der Welt“. Außerdem unterstrich Frau Betancourt, die Entscheidung des Gerichts bedeute „einen Wendepunkt der Geschichte, denn es siegte die Gerechtigkeit über die kriminellen Versuche des Regimes, ihr zu entkommen“.