Terrorismus

Das IRGC droht damit, eine wichtige Schifffahrtsroute im Golf abzuriegeln

NWRI- Der Kommandeur des Corps der Revolutionsgarden des iranischen Regimes (IRGC) hat damit gedroht, dass der Iran alle Exporte in der Straße von Hormuz am Golf blockieren werde, wenn die internationale Gemeinschaft dabei bleibe, den Aufrufen der USA zu folgen und ab November, wenn die Sanktionen wieder in Kraft treten, kein iranisches Öl mehr zu kaufen.

Grob betrachtet gelangt ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs durch die Straße von den Ölproduzenten im Vorderen Orient zu den großen Ölmärkten in Asien, Europa und den USA, so dass das eine ernst zu nehmende Drohung ist, aber man sollte sicher sein, dass alles darauf hindeutet, dass der Iran nicht in der Lage ist, die Straße  zu schließen.

Auf legale Weise kann das iranische Regime die Straße nicht dicht machen, weil ein Teil von ihr in Gewässern von Oman liegt und es unwahrscheinlich ist, dass Oman dem zustimmt.

Jedoch könnten Schiffe, die durch iranische Gewässer fahren, die unter der Kontrolle des IRGC stehen, einer Bedrohung ausgesetzt sein, wie es in der Vergangenheit bei mehreren Gelegenheiten passiert ist, woran hier erinnert sei:

  • 1980-88 – der Iran greift irakische Schiffe an, um während des Iran-Irak-Krieges Exporte zu verhindern.
  • 1988 – Iranische Minen beschädigen eine Fregatte der USA
  • 2007 – Der Iran nimmt englische Seeleute fest
  • 2014 – der stellvertretende Chef des IRGC Hossein Salami unterweist Rekruten im Gebrauch von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen sowie von Drohnen, Minen, Schnellbooten und Raketenabwurfgeräten, um den USA im Golf entgegen zu treten
  • 2015 – Der Iran beschießt einen Tanker mit der Flagge Singapurs, den er beschuldigt, eine iranische Ölplattform beschädigt zu haben. Die Mannschaft des Tankers hält er mehr als eine Woche lang fest. Das IRGC macht außerdem eine Übung, bei der eine Replik eines Flugzeugträgers der USA in der Straße in die Luft gesprengt wird
  • 2016 – Das IRGC hält Seeleute der USA eine Nacht lang fest und befragt sie, nachdem sie in iranische territoriale Gewässer gelangt sind
  • 2016-17 – Das IRGC nähert sich öfter auf „unsichere” oder „unprofessionelle” (d.h. nicht mit den für solche Fälle Vorsichtsmaßnahmen) Schiffen der US Marine, was in etwa 2,5 Beispielen im Monat geschieht.

Aber die Fünfte Flotte der US Marine hat versprochen, jedes gewerbliche Schiff, dass durch die Straße fährt, zu schützen, und sie hat den Iran gewarnt, dass mit der Schließung der Straße eine rote Linie überschritten werde und dass sie zum Ergebnis haben werde, dass die USA Maßnahmen ergreifen würden, um sie wieder zu öffnen.

Marinekapitän Bill Urban, der Vertreter des Zentralkommandos der USA, erklärte: „Wir haben die Streitkräfte, die wir brauchen, um [den] freien Fluss des Gewerbes und die Freiheit der Seefahrt aufrecht zu erhalten“.

Dazu ist festzustellen, dass das iranische Regime nicht fähig wäre, einem militärischen Angriff von Ländern wie den USA, Saudi Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten standzuhalten. Das IRGC mag im Golf einen kleinen Vorteil haben, weil es sich auf Maßnahmen verlässt, die in engen Operationsräumen ergriffen würden, aber die USA haben versprochen, Minensuchboote, Kriegsschiffseskorten und eventuell Luftschläge einzusetzen, um den freien Fluss des Gewerbes zu schützen.

Es ist jedoch wahrscheinlich, dass diese Drohung, die Straße abzuriegeln, mehr als ein taktischer Verhandlungszug war, um das Atomabkommen zu retten und zu verhindern, dass die US Sanktionen die Exporte des iranischen Regimes zerstören.

Auch ein hoher Vertreter des iranischen Regimes hat erklärt: „Der Iran hat den Wasserweg niemals geschlossen … selbst unter den schlimmsten Umständen und wenn das Land unter hohem Druck stand“.