Deutschland untersucht die Rolle des iranischen Terror-Diplomaten Assadi

NWRI- Ein Gericht in Antwerpen (Belgien) geht auf die Verkündung des Urteils über den iranischen Terror-Diplomten Assadollah Assadi und seine drei Komplizen zu; dabei handelt es sich um den im Jahre 2018 unternommenen, dann jedoch vereitelten Versuch, eine Versammlung der Opposition in Frankreich zu bombardieren. Jetzt wird Assadi mit weiteren Vorwürfen konfrontiert; die deutschen Behörden ermitteln gegen ihn.

Die neuen Informationen bestätigen, was der iranische Widerstand seit langem sagt: Die iranischen Botschaften in Europa sind Zentren terroristischer Spionage.

Assadi und seine drei Komplizen unternahmen im Jahre 2018 den Versuch, die jährliche Versammlung FREIER IRAN in Villepinte, nördlich von Paris, zu bombardieren.

Vor seiner Verhaftung arbeitete Assadi als Dritter Sekretär der iranischen Botschaft in Wien. Es ist bewiesen, daß er der leitende Beamte des Geheimdienstes des iranischen Regimes war; er handelte im Auftrag des Ministeriums für Nachrichten und Sicherheit (MOIS) des Regimes.

Am 1. Juli wurde Assadi von der deutschen Polizei verhaftet – vor seiner Einreise nach Österreich, wo er als Dritter Sekretär der iranischen Botschaft tätig war. Die deutschen Behörden fanden in seinem Fahrzeug ein grünes Notizbuch mit wichtigen Notizen zu dem Bombenanschlag von 2018: zu seinen Maßnahmen, seinen Reisen und den Geldbeträgen, die er verschiedenen Agenten übergeben hatte.

Nach der Deutschen Welle (auf farsi) ermittelt das Bundeskriminal-amt (BKA) im Auftrag des deutschen Bundesanwaltes die Operationen Assadis.

Dem besagten Notizbuch zufolge hat Assadi mindestens 289 Besuche fremder Länder unternommen. Davon hatten 144 Deutschland zum Ziel.

„Die Ermittlungen der deutschen Polizei – mit Zitaten aus Dokumenten, die sich in dem PKW von Assadollah Assadi, einem iranischen Diplomaten, befanden, der jetzt in Belgien vor Gericht steht – zeigen, daß Berlin das Zentrum der geheimdienstlichen Tätigkeit des Regimes in Europa war. Assadollah Assadi wurde im Juli 2018 im Freistaat Bayern verhaftet“ – so die Zeitung „Al-Arabiya“ am 22. Januar.

Herr Javad Dabiran, der stellvertretende Direktor des Vertre-tungsbüros des NWRI in Deutschland, sagte gegenüber „Al-Arabiya“: „Der iranische Widerstand verfügt über spezielle Informationen zu Schläferzellen des iranischen Regimes in Europa; sie wurden von Assadi befehligt. Das MOIS des iranischen Regimes unterhält in Europa ein Netzwerk von Agenten, die, von dessen Botschaften unterstützt, ihre diplomatischen Instrumente mißbrauchen. Assadollah Assadi stand an der Spitze des geheimdienstlichen Netzwerks des iranischen Regimes in Europa.“

Herr Dabiran fuhr fort: „40% seiner Tätigkeit und besonders 144 von 289 Zusammenkünften Assadis mit seinen Agenten fanden in Deutschland statt. Dazu gehören zwei Dinge: Erstens befindet sich ein großer Teil des Netzwerkes [des Regimes] in Deutschland; und Deutschland ist die Szene, auf der sich die terroristische Tätigkeit des iranischen Regimes abspielt.“

Am 7. Dezember wurde vom NWRI eine Erklärung veröffentlicht, die den in Deutschland vom Regime unternommenen Terror-Anschlag enthüllt. Diese Enthüllung basiert auf einem iranischen Brief, dessen Absender als „Herr G. D.“, ein in Deutschland wohnender Iraner, identifiziert wurde. Die Agenten des MOIS hatten ihn mit dem Zweck unter Druck gesetzt, „daß er von allen Büros [des iranischen Widerstandes] und den Wohnungen [in Deutschland]“ sowie „von dem Büro von [Javad] Dabiran Fotos und Videos“ schickte.

Aufgrund der Tatenlosigkeit der europäischen Politiker konnte das Regime seine diplomatischen Missionen zu terroristischen Operationen in Europa einsetzen.

Assadi beruft sich seit der Verhaftung auf seine diplomatische Immunität und leugnet seine Verbindung mit dem MOIS. Er verweigerte das Erscheinen vor Gericht. Zugleich bezeichneten der Außenminister des Regimes, Mohammad Javad Zarif, und andere Apologeten des Regimes den Bombenanschlag des Jahres 2018 als „Operation unter falscher Fahne“ bzw. als Operation, die von „schurkischen Elementen“ des Regimes unternommen worden sei.

Während der Gerichtsverhandlungen am 27. November und 3. Dezember sagten die Ankläger, da er mit dem MOIS zusammenarbeitete, könne nicht gesagt werden, es handle sich um die schurkische Maßnahme eines einzelnen; dahinter stehe das gesamte iranische Establishment.

Zarif und sein Ministerium haben direkt dazu beigetragen, daß dieser Bombenanschlag gefördert wurde; sie hatten den Auftrag, für ihn, wenn er gelungen wäre, den iranischen Widerstand verantwortlich zu machen.

Nach den Anklägern benutzte Assadi seinen Diplomatenpaß, um von Teheran nach Wien Sprengstoff zu transportieren; dann händigte er ihn zu weiterer Ausführung am 30. Juni in Luxemburg einem Paar von Terroristen aus – Nasimeh Na‘ami und ihrem Gatten Amir Saadouni.

Der iranische Diplomat Assadollah Assadi steht wegen Terrorismus vor einem belgischen Gericht

Trotz der unleugbaren Evidenz beharrten Assadi und das Außenministerium des Regimes auf dessen diplomatischer Immunität.
Saied Khatibzadeh, der Sprecher des Außenministers, sagte am Sonntag: „Es ist eine komplizierte Falle, die für diesen iranischen Diplomaten mit Hilfe der MEK [der Organisation der Volksmojahedin des Iran] gelegt wurde.“

Khatibzadeh behauptete, Assadi besitze diplomatische Immunität und sei seiner „Rechte“ beraubt worden, obwohl er während des von ihm versuchten Massenmordes auf frischer Tat ertappt wurde. Dazu unterstrichen die belgischen Ankläger, nach österreichischem Recht seien die belgischen Behörden befugt gewesen, ihn zu verhaften, denn er habe einen Massenmord geplant; daher habe es das Völkerrecht gestattet, Assadi von seiner diplomatischen Immunität zu entblößen und zu verhaften.

Außerdem hätten, so die Ankläger, nach einem belgischen Gesetz von 2002 die belgischen Behörden Assadi auch dann verhaften können, wenn er die diplomatische Immunität noch gehabt hätte.

Neuere Informationen zu der Rolle, die Assadi in Europa als Leiter des Terror-Netzwerks und der Spionage des Regimes spielte, sowie zahlreiche Informationen, die seine Rolle bei dem Bombenanschlag von 2018 beweisen, machen es nötig, daß die Europäische Union entschieden gegen das Regime vorgeht und sein Netzwerk der Spionage und des Terrorismus auflöst.

Wenn der Bombenanschlag 2018 gelungen wäre, so wären hunderte Iraner und europäische Bürger und Politiker getötet worden. Ein Bombenanschlag dieses Ausmaßes hätte die Sicherheit der Europäischen Union auf lange Zeit beeinträchtigt.

Die Leiter der Europäischen Union sollten die Botschaften und sog. Kulturzentren des iranischen Regimes schließen und seine Agenten ausweisen. Darin läge für das terroristische Regime ein Präzedenz-fall, der es an der Fortsetzung seiner bösartigen Tätigkeit hindern würde.