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Die Rolle des Iran beim Angriff auf die US-Botschaft im Irak

NWRI- Das US-Zentralkommando teilte am 23. Dezember, mit, dass der Raketenangriff auf die Internationale Zone von Bagdad in der Nähe der US-Botschaft im Irak am 20. Dezember “mit ziemlicher Sicherheit von einer vom Iran unterstützten verbrecherischen Milizgruppe durchgeführt wurde”.

Das Wall Street Journal berichtete am 23. Dezember, dass eine Nachprüfung durch das US-Zentralkommando ergab, dass der Angriff 21 Raketen betraf und nicht die 8 Raketen, die die Iraker ursprünglich mitgeteilt hatten. Laut CENTCOM-Sprecher war der 21-Raketen-Angriff der größte Raketenangriff seit 2010 auf das Zentrum von Bagdad, auch als Grüne Zone bekannt.

Unterdessen twitterte der US-Präsident Donald Trump Bilder von drei Raketen, die bei diesem Angriff auf die US-Botschaft nicht gezündet hatten. Er schrieb: “Ratet mal, woher sie kommen: Iran.”

 

Die US-Medien hatten berichtet, dass das US-Militär in den letzten Wochen Informationen über die zunehmenden Bedrohungen durch vom Iran unterstützte Milizen im Irak verfolgt hatte.

Milizgruppen des iranischen Regimes im Irak und die Rolle der IRGC Quds-Einheit

Der Export von Terrorismus und Fundamentalismus war seit seiner Gründung eine Säule des Überlebens des iranischen klerikalen Regimes, und der Irak war der Dreh- und Angelpunkt dieser Strategie. Zu diesem Zweck hat sich das klerikale Regime in den letzten vier Jahrzehnten intensiv mit der Organisation und Förderung von Milizgruppen im Irak befasst. Seine Kampagne erhielt nach dem Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 einen neuen Schwung. Im Laufe der Jahre gründete das klerikale Regime Gruppen, darunter Kata’ib Hizballah (KH), Harakat al-Nujaba und Asa’ib Ahl al-Haq als Instrumente zur Verfolgung seiner unheilvollen Ziele im Irak und in der Region. Das iranische Regime nutzte die irakischen Gruppen in Syrien zur Verteidigung des syrischen Diktators, Bashar-al-Assad, beim Massaker an der syrischen Bevölkerung. Diese Gruppen, die sich in Umfang und Aktionsradius unterscheiden, sind finanziell, militärisch und politisch von Teheran abhängig.

Im Laufe der Jahre hat Teheran diese Gruppen zwar mehrfach als Werkzeuge und Apparate im Irak eingesetzt, sie jedoch als Vorwand zur Leugnung seiner Beteiligung verwendet. Das Regime in Teheran macht trügerische Aussagen, d.h. während es terroristische Operationen durchführt und seine finsteren Ziele durch seine Stellvertretergruppen verfolgt, nimmt es öffentlich eine andere Haltung ein.

Teherans zentraler Apparat bei der Kontrolle und Führung dieser Gruppen ist die Quds-Einheit der Revolutionsgarde (IRDC). Der Generalmajor der IRGC, Qassem Soleimani, der frühere Oberbefehlshaber der Quds-Einheit, der im Januar 2020 eliminiert wurde, besuchte wiederholt den Irak und diktierte mehrfach den Willen des iranischen Regimes im Irak. Im Oktober 2019 befahl er die Niederschlagung der irakischen Demonstranten, die die Ausweisung des iranischen Regimes aus dem Irak forderten, indem er Teherans gesponserte Terroristengruppen und Milizen im Irak einsetzte.

Medienberichten zufolge ist es sehr bezeichnend, dass IRGC-Brigadegeneral, Esmail Ghaani, der seit Januar die Quds-Einheit befehligt, Bagdad in den letzten Wochen mindestens zweimal besucht hat.

IRGC-Brigadier, Iraj Masjedi, Irans Botschafter, Mullahs Schlüsselfigur in Bagdad

Die Schlüsselfigur der Mullahs in Bagdad ist der IRGC-Brigadegeneral, Iraj Masjedi, der im März 2017 zum Botschafter des iranischen Regimes ernannt wurde.

Bevor er zum Botschafter des iranischen Regimes im Irak ernannt wurde, stellten staatliche Medien Iraj Masjedi als leitenden Berater von Qassem Soleimani vor. Masjedi nahm an den Gedenkfeiern der in Syrien, im Irak und im Libanon getöteten IRGC-Mitglieder teil.

Masjedi ist ein erfahrener IRGC-Offizier. Nach dem Iran-Irak-Krieg in den 1980er Jahren und nach der Gründung der Quds-Einheit wurde Masjedi der Kommandeur der Ramazan-Garnison in der IRGC. Die Ramazan-Garnison war die Basis des ersten Korps der Quds-Einheit. Ihre Mission war die Einmischung in den Irak.

Der Sturz der vorherigen irakischen Regierung schlug ein neues Kapitel in den terroristischen Aktivitäten der Quds-Einheit im Irak auf. Masjedi spielte eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der verbrecherischen Politik des iranischen Regimes im Irak.

In einem exklusiven Bericht am 15. November 2019 enthüllte der Nationale Widerstandsrat des Iran (NCRI/NWRI), dass „Masjedi heimlich in irakische Städte wie Bagdad, Nasiriyah, Basra, Nadschaf und Karbala war. Er hatte sich mit den irakischen Agenten der Quds-Einheit, darunter Hadi Al-Ameri, Abu-Mehdi Al-Mohandess, Haschem-al-Moussavi, Abu Bilal Adib, Hassan-al-Sari und weiteren Führern der vom Iran unterstützten schiitischen Gruppen getroffen. Durch diese führte Masjedi die interventionistische Politik des iranischen Regimes durch und erweiterte seinen Einfluss im Irak.”

Im Laufe der Jahre bestand Masjedis Hauptaufgabe als leitender Berater von Soleimani darin, die Ausweitung der Hegemonie des iranischen Regimes über den Irak als den wichtigsten Punkt des Terrors und Fundamentalismus in der Region zu festigen. Er hatte über die Jahre sehr enge Beziehungen zu den Proxy-Gruppen des iranischen Regimes im Irak. Zahlreiche berüchtigte Terroristen wie Abu-Mehdi Al-Mohandess, Hadi Al-Ameri, Qias Al-Khazali, Akram Al-Kaabi und viele andere Milizkommandanten standen unter der Kontrolle Masjedis.

Schließlich, im März 2017, ließ das iranische Regime alle Masken fallen und „Irans geheimer Gouverneur des Irak“ wurde offiziell zum Botschafter ernannt.

Seit Oktober 2019, als das irakische Volk landesweite Proteste startete, wobei die Ausweisung des Mullah-Regimes und seiner bezahlten Agenten aus dem Irak eine seiner Kernforderungen war, attackierten und ermordeten die Proxy-Gruppen des iranischen Regimes wiederholt wehrlose Demonstranten unter der Aufsicht der Quds-Einheit im Allgemeinen und Masjedis im Besonderen.

Am 22. Oktober 2020 designierten die USA Masjedi gemäß Executive Order 13224 und verhängten Sanktionen gegen ihn, „weil er für oder im Namen des IRGC Quds-Einheit handelt“.

Das US-Außenministerium kündigte an: „Masjedi hat jahrelang eine Vielzahl von IRGC Quds-Einheit-Aktivitäten im Irak geleitet, darunter Schulung und Unterstützung für irakische Milizgruppen sowie die Erleichterung umfangreicher Finanztransaktionen mit Beteiligung der IRGC Quds-Einheit. Masjedi hat schändlich zum Vorteil der IRGC Quds-Einheit gehandelt und seine diplomatische Position ausgenutzt, um der IRGC Quds-Einheit Finanztransfers im Irak zu erleichtern und deren Interesse an den Finanzmitteln zu verschleiern. Darüber hinaus hat Masjedi die Rolle der IRGC Quds-Einheit bei der Ausbildung von Milizgruppen im Irak und in Syrien öffentlich eingestanden.“

Der iranische Terrorapparat arbeitet zusammen mit dem Außenministerium

Die Tatsache, dass ein hochrangiger Befehlshaber der Quds-Einheit zum Botschafter des Regimes ernannt wurde, hob ein weiteres Merkmal der Arbeitsweise des iranischen Regimes hervor, nämlich die enge Beziehung und Zusammenarbeit des Regimes Terror- und Repressionsapparats mit dem Außenministerium.

Es ist bekannt, dass angesichts der strategischen Bedeutung der Einmischung in die Angelegenheiten der Länder der Region die Botschafter des iranischen Regimes in der Region, insbesondere im Irak, vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran geleitet werden. Botschafter arbeiten jedoch unter der Schirmherrschaft des Außenministeriums im Allgemeinen und des Außenministers im Besonderen.

Mohammad Javad Zarif, der Außenminister des iranischen Regimes, hat diese Synergie zugegeben und sich gelegentlich damit gerühmt.

Am 2. September 2019 lobte Zarif den eliminierten kriminellen Kommandeur der terroristischen Quds-Einheit, Qassem Soleimani, und sagte: „Kommandant Soleimani und ich haben uns nie gestritten. Wir haben seit über 20 Jahren eng zusammengearbeitet.“

“Während meiner Amtszeit als Minister beschlossen Kommandeur Soleimani und ich, uns mindestens wöchentlich zu treffen, wenn wir beide in Teheran waren, um die neuesten Entwicklungen zu prüfen und die erforderlichen Vorkehrungen für die Koordination zu treffen”, erläuterte Zarif. Während dieses Interviews verwies Zarif auch auf die Unterstützung, die er vom libanesischen Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah und Soleimani genoss, um seine Kredibilität zu erheben.