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Eu-Fluggesellschaften streichen Flüge in den Iran

NWRI- In drei Wochen werden die „Britisch Airways“, die „Air France“ und die niederländische Luftfahrtlinie „KLM“ ihre Flüge nach Teheran streichen und sich derart anderen weltweit fliegenden Linien anschließen, darunter den „Etihad Airways“ der Vereinigten Arabischen Emirate, der Linie „Air Astana“ von Kazachstan und den „Thai Airways“; sie alle gaben ihre Flüge in den Iran wegen „geringer finanzieller Aussichten“ auf – inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

Am 8. Mai schieden die USA offiziell aus dem 2015 abgeschlossenen Nuklearabkommen aus und gaben die Wiederaufnahme der gegen den Iran gerichteten Sanktionen bekannt; Trump erklärte, alle Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen, würden von USA „ausgeschlossen“.

Nur vier Wochen später gab „KLM“ bekannt, ihr letzter Flug nach Teheran werde Amsterdam am 22. September verlassen; die USA sollen diese Entscheidung gebilligt haben – so eine niederländische Quelle, die mit der Botschaft der USA zusammenarbeitet.

Sie sagten: „Es ist, als ob der Lärm, der jeden, der sich nicht an die über den Iran verhängten Sanktionen hielt, umgibt, lauter würde. Mindestens für uns Niederländer ist ‚KLM‘ ein wichtiger Botschafter unseres Landes.“

Darnach, am 7. August, nur wenige Tage nach dem Inkrafttreten der ersten Runde der Sanktionen, twitterte Trump: „Die Iran-Sanktionen sind offiziell verhängt worden. Es sind die schärfsten Sanktionen, die jemals verhängt wurden; im November werden sie ein noch höheres Niveau erreichen. Jeder, der dann mit dem Iran noch Geschäfte macht, wird mit den Vereinigten Staaten KEINE Geschäfte mehr machen. Ich suche nach dem WELTFRIEDEN, nichts Geringerem!“

So entstand Druck auf die „British Airways“, die bis dahin sechsmal in der Woche mit recht großen Zahlen von Passagieren in den Iran flogen; am Ende sah sich die Luftfahrtlinie gezwungen, gemeinsam mit „Air France“ die Flüge in den Iran zu streichen.

Beide Luftfahrtlinien betonen, ihr Schritt habe kein politisches Motiv, doch die Zahlen sprächen für sich selbst.

Jetzt fliegen nur noch drei europäische Luftfahrtlinien in den Iran: die „Lufthansa“ (die selbst während der letzten Gruppe von Sanktionen flog), die „Austrian Airlines“ und „Alitalia“. Die Fortsetzung ihrer Flüge führte zu der Frage nach möglichen Bußen und darnach, ob solche Bußen auch die Flughäfen, zu denen sie fliegen würden, oder nur die Fabriken treffen würden, die die Ersatzteile für ihre Flugzeuge herstellen.

Luftfahrtexperte Alex Macheras schreibt: „Andere Partner des mit dem Iran abgeschlossenen Nukearabkommens wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China und Russland haben gelobt, weiterhin dessen Partner zu bleiben, doch ihre Firmen riskieren offenbar die gewaltigen Strafen der USA nicht – Trump hat sie ja ‚jedem‘ angedroht.“

Natürlich sollten diese Sanktionen alle treffen, die mit dem Iran noch Geschäfte machen. Sie stellen die einzige Möglichkeit dar, dem Regime zu schaden und es daran zu hindern, dem Rest der Welt noch weiterhin zu schaden.