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Facebook, Youtube und Twitter haben mehr als 1000 Accounts des iranischen Regimes gelöscht

NWRI- Facebook, Youtube und Twitter haben vor einigen Wochen zahlreiche Accounts und Kanäle gesperrt, welche Verbindungen zum iranischen Regime aufwiesen.

Google blockte zudem 39 Kanäle, die zum nationalen Rundfunk des Iran (IRIB) zählten, von Youtube und Facebook schloß 562 Seiten, die zum iranischen Regime zählen.

Am 21. August berichtete The Washington Post, dass Facebook bestätigt, dass das Regime hinter den betrügerischen Operationen auf Facebook stand, mit denen man Hunderttausende Menschen in aller Welt erreichen wollte.

Laut Berichten von Reuters wird davon ausgegangen, dass die Infiltration des Iran größer ist, als man bisher angenommen hat. Reuters sagte weiter, dass zu den Operationen ein breites Netzwerk an anonymen Webseiten und Account auf sozialen Medien in 11 Sprachen gehört. Experten von Reuters haben weitere Duzende solcher Accounts auf sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter und Youtube gefunden.

Der iranische Außenminister Javad Zarif beschuldigte daraufhin Twitter und andere Aktivisten im Social Media Bereich, dass die gegen das iranische Regime arbeiten. Er gab zu, dass die meisten Twitter User, die aktiv sind, kein gutes Verhältnis zum iranischen Regime haben und dass diese von Saudi – Arabien und den USA bezahlt werden.

„Viele von ihnen sind Bots oder sie werden bezahlt!“, sagte Alireza Miriosifi, ein früherer iranischer Diplomat bei den Vereinten Nationen, der die Schließung von Account mit Verbindung zum Iran als„Teil einer Serie von US Maßnahmen für einen Regimewandel im Iran“ sieht.

Nach den Anschuldigungen von Zarif begannen Internetaktivisten eine Kampagne auf Twitter – #WeAreNotBots – und posteten Kommentare wie:“ Es gibt keine Bots, wir sind alles reale Menschen! Unsere Rechte der freien Meinungsäußerung werden massiv unterdrückt und das Gleiche gilt auch für die Redefreiheit und die freie Presse oder den freien Cyberspace“.

Weil im Iran eine systematische Zensur der Medien statt findet, gegen immer mehr junge Iraner zu Telegram und Twitter. Sie sehen Telegram als eine der sichersten Applikationen für Nachrichten an und dass dort weniger Möglichkeiten bestehen, es zu infiltrieren oder zu hacken. Der Vorstandsvorsitzende von Telegram hat deutlich gemacht, dass mehr als 40 Millionen Nutzer des Dienstes aus dem Iran stammen.

Das Regime und seine Gremien kontrollieren alle Medien und die Presse, daher nutzt das iranische Volk das Internet für freien Informationszugang. Dort können sie die Zensur umgehen und ihre Forderungen und Opposition zum iranischen Regime äußern. Daher versucht eine große Anzahl von Mitarbeiten des iranischen Regimes, diese Menschen ausfindig zu machen, in dem sie das Internet beobachten, wie auch aktuelle Statistiken zeigen.