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Fox News: Maryam Rajavi ruft zum Boykott der Scheinwahl im Iran auf

Iranische Dissidenten rufen nach der Disqualifizierung von Tausenden Kandidaten zum Wahlboykott auf

In einem Bericht am Sonntag auf seiner Webseite wies Fox News auf einen Aufruf von Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin

des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) hin, in dem sie einem Boykott der Scheinwahlen des Regimes fordert.Fox News zitierte die Rede von Frau Rajavi zum Jahrestag der anti – monarchischen Revolution 1979 in Ashraf 3 (Albanien), wo die Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK) leben. „Der Boykott der Scheinwahlen ist eine patriotische Pflicht und bindet das iranische Volk an seine Freiheitskämpfer, vor allem die 1500 Toten des Aufstandes vom November“, sagte die gewählte Präsidentin des NWRI bei ihrer Rede in Bezug auf die Proteste im letzten Jahr. „Dieser Boykott steht im Einklang mit den Forderungen der rebellierenden Studenten und des Volkes vom Januar, wo ein Sturz des gesamten illegitimen Regimes der absoluten klerikalen Herrschaft gefordert wurde“, zitiert Fox News Frau Rajavi.Weiterhin zitierte Fox News Frau Rajavi mit den Worten:“ Die Wahlstimme des Volkes war „Umsturz““Der NWRI hatte bereits zuvor berichtet, dass der Wächterrat des iranischen Regimes 90 aktive Mitglieder im Parlament nicht mehr zur Wahl zuließ. Einige davon waren drei Wahlzeiten lang im Parlament vertreten. Die Kandidaten von 170 Bezirken kommen nur aus der Fraktion um den obersten Führer Ali Khamenei und die Hauptkandidaten der rivalisierenden Fraktion wurden in vielen Bezirken eliminiert, so dass 260 Sitze im Parlament automatisch an die Fraktion um Khamenei gehen werden. „AFP berichtete, dass der Wächterrat, der für die Zulassung der Kandidaten zuständig ist, mehr als die Hälfte der insgesamt 14.444 Kandidaten nicht zuließ, die sich zur Wahl stellen wollten. Dazu gehörten viele Reformer und moderate Kandidaten. Weiter heißt es, dass viele Wähler nun nur noch die Wahl für einen Hardliner haben und dass die Wahl nur für die rivalisierende Gruppe von Präsident Hassan Rouhani weitere Sitze bedeutet. Die BBC berichtete weiter, dass Gruppen, welche in Opposition zu der Islamischen Republik stehen oder einen Wandel des Systems wollen, ebenfalls vom Wächterrat nicht zugelassen wurden“, heißt es in dem Artikel in Fox News. Mehrere iranische Aktivisten im Iran wurden von Fox News befragt. Einer dieser Aktivisten, der sich gegenüber Fox News als Kaveh ausgab, schrieb in einer Textnachricht:“ Die Teilnahme an den Wahlen von demokratischen Regierung ist so etwas wie ein Vertrauensbeweis in die demokratischen Strukturen“.„Doch weil wir hier eine faschistische Regierung haben, haben die Menschen kein Vertrauen in die Struktur des Regimes im Iran und hassen es.“„Das, was das Regime Wahlen nennt, ist in Wahrheit ein Schwindel, welcher der Welt erklären will, dass es soziale Legitimität besitzt“, schrieb Kaveh und ergänzte gegenüber Fox News, dass das iranische Volk einen Sturz des „korrupten und kriminellen Regimes“ verfolgt. Fox News zitierte Frau Rajavi mit den Worten:“ Heute versucht der oberste Führer Ali Khamenei, das reaktionäre Parlament mit seinen absolut loyal zu ihm stehenden Personen zu füllen. Er versucht, die Reihen zu schließen und sieht dies als einzige Lösung im Umgang mit der aktuellen Krise“. „Es ist jedoch egal, ob sein Vorhaben scheitert oder erfolgreich ist, denn am Ende wird das Regime keinen Ausweg mehr haben und es wird seinen Sturz nicht mehr verhindern können“, ergänzte Frau Rajavi.