ExpertenInternWirtschaft

Freier Fall für iranische Währung

NWRI-

Iranische Währung im freien Fall: Mehr Druck auf das Volk ist direktes Resultat der fehlerhaften Politik des Regimes

Die nationale Währung des Iran hat im Vergleich zum US Dollar rapide an Wert verloren. Heute bekommt man auf dem iranischen Markt für einen US Dollar 21.700 Tomans. Am 19. Juni waren es 18.800, was eine Steigerung von fast 20% in den letzten zwei Wochen bedeutet.
Mit anderen Worten: Die iranische Währung und die Kaufkraft der Arbeiter sowie der Menschen mit niedrigem Einkommen sank in Zeit um 20 Prozent und damit sind sie in diesen zwei Wochen 20 Prozent ärmer geworden.
Der freie Fall der iranischen Währung ist ein Indikator für das absolute Versagen der Regierung. Der Wert der iranischen Währung ist ein wichtiger Indikator neben der Inflation und der Höhe der Liquidität. All das erhöht den Druck auf das iranische Volk. Laut der staatlichen Medien ist der Wert der Liquidität auf 2651 Trillionen Tomans angelangt. Diese riesige Summe wird zu steigender Inflation und höheren Preisen führen. Das Regime hat, zusammen mit seiner allgegenwärtigen Korruption, die Preise aller Güter in die Höhe getrieben und das verfügbare Geld lieber für Terrorismus ausgegeben.
Sadegh Ziba-Kalam, einer der Experten des Regimes, der im engeren Kreis von Hassan Rouhani ist, sagte am 25. Juni in dieser Hinsicht gegenüber der Webseite Etemad:“ Beginnen wir mit simpler Mathematik. Gehen wir davon aus, dass wir für jeden US Dollar 20.000 Toman bekommen. Das generelle Budget der Regierung beträgt rund 480 Trillionen Tomans….Schon vor der COVID-19 Pandemie hatte die Regierung 150 Trillionen Tomans Defizit, was fast ein Drittel des Budget entspricht. Das Budget wurde vom Parlament im Dezember abgesegnet. Die Hälfte dieses Budget kommt aus Steuern (195 Trillionen Tomans) und aus den Ölexporten, wenn man von mindestens einer Million Barrel pro Tag bei einem durchschnittlichen Preis von 50 $ pro Barrel ausgeht.“Ziba-Kalam verschweigt die grassierende Korruption und die Nutzung von Mitteln für den Export von Terrorismus und führt fort:“ Sanktionen und die COVID-10 Pandemie haben all die Kalkulationen des Regimes zerstört. Die Sanktionen auf die Ölexporte lassen nur noch weniger als 100.000 Barrel am Tag für den Export zu und das ist noch das beste Szenario. Der Iran ist unter diesen Umständen gezwungen, seine Preise zu senken, um diese 100.000 Barrel noch verkaufen zu können. Neben den sinkenden Öleinnahmen hat die Pandemie die Steuereinnahmen gestört. Das Schicksal der Öleinnahmen und der Steuern betrifft zwei zentrale Punkte des Budget in diesem Jahr und es ist unklar, wie es sich am Ende auswirken wird. Hinzu kommt, dass bereits ein Drittel des Budget aus einem Defizit stammen.“
Im Juni gab bereits Eshagh Jahangiri, der Vizepräsident des iranischen Regimes, zu, dass es einen starken Rückgang bei den Öleinnahmen des Regimes wegen der US Sanktionen gibt. „Wir hatten 100 Milliarden Dollar an Öleinnahmen. Im letzten war waren es nur noch 8 Milliarden Dollar. Diese Senkung der Einnahmen wird auf alle Bereiche Auswirkungen haben, auch auf das Budget der Regierung“, sagte er.
Doch trotz all der Sanktionen und der starken Einbußen bei den Einnahmen des Landes hat das Regime nicht damit aufgehört, den nationalen Wohlstand auszuplündern, um seine destruktiven Aktivitäten fortzusetzen und die Taschen seiner Söldner zu füllen.
Ein weiterer Wirtschaftsexperte des Regimes, Hussain Raghfar, bezog sich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ILNA auf die Voraussagen über die steigende Währungsrate im Iran und sagte:“ Viele dieser Spekulationen hängen mit der Wirtschaftspolitik im Iran zusammen, die über die Regierung hinaus gehen. Das ganze wirtschaftspolitische System hat beschlossen, die Taschen des Volkes zu leeren, um seine Ausgaben (des Regimes) zu finanzieren.“
„Eine der wichtigsten Entscheidungen darin ist, den Wechselkurs zu erhöhen. Die Konsequenzen davon werden alle Menschen, die Gesellschaft, die Produktion und die Zukunft der Wirtschaft betreffen“, ergänzte er.
Am 4. Juni schrieb dazu die staatliche Nachrichtenwebseite Eqtesad:“ Laut des Forschungszentrum des Majlis (Parlament) ist in den letzten zwei Jahren die Armutsgrenze bei einer vierköpfigen Familie in Teheran von 2,5 Millionen Tomans auf 4,5 Millionen Tomans angestiegen. Das bedeutet, dass die Inflationsrate 80% betrug und diese Inflationsrate hat die Armutsgrenze in Teheran und anderen Teilen unseres Landes signifikant ansteigen lassen. Dazu kommt eine signifikante Reduzierung des allgemeinen Einkommen. Das lässt die Armut über die Jahre steigen und die Belege zeigen, dass diese Variablen in 2019 und 2020 gestiegen sind.“
Doch anstatt die nötigen Maßnahmen einzuleiten, sagte Hassan Rouhani am 23. Juni auf einem Treffen im Hauptquartier für wirtschaftliche Koordination, dass der Anstieg des Wechselkurses nur „zeitweise“ ist und „verschwinden wird“. Seine Aussagen zeigen, dass das Regime keinerlei Intentionen hat, seine falsche Wirtschaftspolitik zu ändern.
Das Regime verschleudert Milliarden des iranischen Wohlstandes für Terrorismus. Die destabilisierende Politik des Regimes hat nicht nur das iranische Volk weiter in die Armut getrieben, sondern dies sorgte auch für die Wirtschaftssanktionen. Zudem herrscht im Regime eine institutionalisierte Korruption, die am Ende nichts mehr für das iranische Volk übrig lässt. Das Mismanagement der Mullahs in der COVID-19 Pandemie und die Verzögerung der Bezahlung der medizinischen Mitarbeiter sowie anderer Angestellter und Arbeiter sind ein Grund für zahlreiche Proteste im Land und sie zeigen auch, dass das Regime keinerlei Intentionen hat, dem iranischen Volk zu helfen.
Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), sagte dazu:“ All die Versprechen der Mullahs an das verarmte und mit Sorgen überschüttete iranische Volk waren leer und ohne Wert. Der einzige Weg, Armut, Zerstörung und Arbeitslosigkeit zu beenden, ist der Sturz der teuflischen Diktatur der Mullahs und der Beginn von Freiheit und Volkssouveränität.