ExpertenTerrorismus

Iran: Drei Schiffslinien der Revolutionsgarden an Waffenexport in die Region beteiligt

NWRI – Auf einer Pressekonferenz des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) am 7. März wurde aufgrund von gesammelten Informationen eines Netzwerks der Volksmojahedin Iran (PMOI) im Land drei Firmen identifiziert, die am Waffenschmuggel in die Region beteiligt sind. Dr. Matthew Offord, ein Abgeordneter der Partei der Konservativen, nahm ebenfalls teil, um auf den steigenden Einfluß des Iran im Mittleren Osten hinzuweisen.

Auf der Pressekonferenz wurden Details und geheimes Material präsentiert, welches deutlich macht, dass eine Reihe von Firmen der Revolutionsgarden am Export von Waffen an regionale Gruppen beteiligt sind, die mit dem iranischen Regime zusammen arbeiten, vor allem in Bezug auf Jemen, welches sich seit 2015 unter eines Seeblockade befindet. Auf der Pressekonferenz wurde auch eine gemeinsame Studie der Delegation des EU Parlamentes für die Beziehungen mit dem Irak (EIFA) und des internationalen Komitees auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ) mit dem Titel „Destruktive Rolle der Revolutionsgarden im Mittleren Osten“ vorgestellt.

Nach der Schließung der Häfen in Jemen für Schiffe des Regimes nutzten die Firmen der Revolutionsgarden Häfen in Oman und schmuggelten von dort Waffen über Land in den Jemen. Die drei bevorzugten Häfen waren der Soltan Qaboos Hafen in Muscat, der Hafen Sohar in Nord-Oman und der Salalah Hafen im Süden von Oman. 

Die erste Firma, die Admiral Group Shipping Company, begann 2012 ihre Aktivitäten und gehört den Kindern von Ali Shamkhani. Er ist ein früherer Kommandeur der Seeflotte der Revolutionsgarden und früherer Verteidigungsminister. Aktuell ist Shamkhani Sekretär im Obersten Nationalen Sicherheitsrat. Die Hauptinhaber der Gruppe sind Hossein und Hassan Shamkhani.

Das Unternehmen hat Niederlassungen in Teheran und Dubai und operiert in der Golfregion und expandiert nun ihre Aktivitäten auf den indischen Subkontinent und nach Fernost. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Flotte des Unternehmens von einem Schiff auf neun. Die Revolutionsgarden nutzen die Firma, um Waffen nach Jemen zu liefern. Nachdem die direkten Seerouten nach Jemen 2015 geschlossen wurden, wurden Waffen per Land geliefert und vorher in Häfen im Oman entladen. Zu den Lieferungen gehörten AK47 Maschinengewehre, RPG Raketenwerfer, Sprengstoff, Minen und Vorräte.

Die Schiffslinie Hafez Darya Arya wird von mehreren Firmen der Revolutionsgarden für Containerlieferungen benutzt. Sie hat 29 Schiffe, die Container transportieren können. Die Firma nutzt Häfen in Port Asalouyeh, Bandar Abbas und Bushehr und transportiert Waren der Revolutionsgarden.

Zusätzlich gilt die Firma als zentrales Unternehmen für den Transport von technischen Gütern der Revolutionsgarden. Die Container bringen alle möglichen Waren in Länder der Region und gar weltweit, unter anderem in die VAE, Katar, Kuwait, Oman, Bahrain und Saudi Arabien. Auch der Hafen Hodeideh in Jemen wurde angefahren ist aber wegen der Seeblockade nicht zu erreichen.

Die Schiffslinie Valfajr wurde bereits 1986 von den Revolutionsgarden gegründet und wurde nach Valfajr8 benannt, einer Operation der Revolutionsgarden im Iran/Irak Krieg 1985. Die Firma gehört der Khatam-al-Anbiya und trägt Warenlieferungen der Revolutionsgarden. Sie ist sehr aktiv im Rahmen von Lieferungen nach Jemen über Muscat. Während der Lieferung fahren die Schiffe nicht unter iranischer Flagge, um nicht identifiziert werden zu können und Probleme zu verursachen. Die Schiffe der Revolutionsgarden werden von dieser Firma benutzt und sie tragen Container und andere Waren.

Auf der Konferenz gab es auch Details über die Operationen dieser Firmen. 90 Lieferungen erfolgten unter der Kontrolle der Revolutionsgarden, was 45% der Gesamtlieferungen aus dem Iran entspricht. „Import und Export von Waren und Gütern aus diesen Häfen macht rund 12 Milliarden Dollar aus“, heißt es im Bericht des NWRI. Laut der glaubwürdigen geheimen Dokumente, die sich nun im Besitz der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) befinden, fordert Chamenei eine Ausweitung der Aktivitäten dieser Häfen und den steigenden Einsatz der Revolutionsgarden im wirtschaftlichen Bereich, vor allem, um internationale Sanktionen zu umgehen. Laut einer direkten Order von Chamenei darf keine Behörde kontrollieren, was die Revolutionsgarden in Grenzregionen machen, egal ob zu Land, Luft oder Wasser.  

Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) ist eine breite Koalition von demokratischen iranischen Organisationen, Gruppen und Persönlichkeiten und wurde 1981 in Teheran gegründet. Der NWRI will einen säkularen und demokratischen Iran, der auf einer Trennung von Kirche und Staat basiert. Er war für das Aufdecken des geheimen iranischen Atomwaffenprogramms 2002 verantwortlich.