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Iran: Entwicklung des Raketenprogramms

NWRI-

Der Iran ist das Zentrum mehrerer Diskussionen in der internationalen Gemeinschaft. Ein Thema ist sein ballistisches Raketenprogramm. Entgegen aller Erwartungen waren die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) in der Lage, das Arsenal an ballistischen Raketen auszubauen. Es ist mittlerweile eines der größten und am breitesten aufgestellten Arsenale im Mittleren Osten.

Die USA und seine regionalen Verbündeten haben dennoch in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass das Programm nicht noch weiter fortgeschritten ist.

Das Raketenprogramm des iranischen Regimes begann in den 80er Jahren, als die Revolutionsgarden ihre Einheiten aufbauten und das Land bemüht war, seine eigenen Streitkräfte aufzubauen und nicht mehr von ausländischen Mächten abhängig zu sein.

General Hassan Tehrani-Moghaddam baute damals das Raketenprogramm auf und sorgte dafür, dass es als oberste Priorität im Militär angesehen wurde. Die Forschung und Entwicklung für das Programm steht an der Spitze des Landes. Grundlage dafür war das „Reverse Engineering“ der Scud Raketentechnologie.

Nach dem Tod von Tehrani-Moghaddam bei einer Explosion in einer Forschungseinrichtung wurde das Raketenprogramm fortgesetzt und machte unter dem Radar der internationalen Gemeinschaft Fortschritte. Neue Raketen wurden gebaut, sie waren anders, als die Raketen, mit denen das Regime zuvor gearbeitet hatte. Dazu gehörte auch die Entwicklung und der Bau von Raketen, die atomare Sprengköpfe tragen können.

Das iranische Raketenprogramm wurde so zum Thema der Sorge in der internationalen Gemeinschaft. Jahrelang war es ein Thema, mit dem viele Anführer konfrontiert wurden und wo sie scheiterten, es zu lösen.

Der frühere US Präsident Barack Obama ließ dieses Thema komplett links liegen und machte es auch nicht zum Teil der Verhandlungen zum Atomdeal. Danach wurde nur die Resolution 1929 des UN Sicherheitsrates verabschiedet, im dem es lapidar hieß:“ Der Iran wird aufgerufen, alle Aktivitäten zum Bau von Raketen zu unterlassen, welche atomare Sprengsätze tragen können.“. Es war eine vage Formulierung, welche der Iran maximal ausnutze und dehnte.

Im letzten Jahr führte das iranische Regime zahlreiche Raketentests durch. Der UN Sicherheitsrat wurde nun aktiver und stellte fest, dass der Iran die Resolution 2231 gebrochen hat, weil die Raketen in der Lage waren, atomare Sprengköpfe zu tragen. Der Iran hatte zudem große Fortschritte bei seinen Kurzstreckenraketen gemacht.

Alleine im letzten Monat gaben Vertreter des Regimes bekannt, dass eine Hoveizeh Cruise Missile erfolgreich getestet wurde. Es hieß weiter, dass das Regime mehr als 50 weitere Tests im Jahr plant.

Der Iran behauptet, sein ballistisches Raketenprogramm diene nur den Zwecken der Verteidigung, doch alle Fakten zeigen, dass er damit fortsetzt, sein Atomwaffenprogramm zu vollenden. Der Iran arbeitet weiter geheim daran.

Die USA haben mehrfach gewarnt, was für eine Gefahr das iranische Raketenprogramm bedeutet, doch das hat den Iran nicht gestoppt und er ging sogar so weit, die Warnungen als „leere Drohungen“ zu bezeichnen. Anfang des Jahres sollte sogar die erste Rakete in den Weltraum geschossen werden, doch der Start scheiterte, doch einige Wochen später wurde ein zweiter Satellit in die Umlaufbahn der Erde geschossen.

Die USA haben versucht, die iranischen Pläne zu verhindern, sowohl im Raketen- wie auch im Raumfahrtprogramm. Die USA betonen, dass das Raumfahrtprogramm nur ein Deckmantel für die Weiterentwicklung des ballistischen Raketenprogramms ist und um sicher zu stellen, dass die atomaren Sprengköpfe auch über größere Strecken getragen werden können.