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Iran: Streik der Stahlarbeiter

Die Arbeiter der Ahvaz Stahlfabrik setzten am Mittwoch ihren Streik am sechsten Tag in Folge fort. Sie riefen dabei Anti – Regime Sprechchöre und forderten, dass man ihre ausstehende Löhne zahlt und für bessere Arbeitsbedingungen sorgt.

Der Protest begann auf den Straßen von Ahvaz (Provinz Khuzestan) und ging bis zum Sitz des Gouverneurs. Die Menge war so groß, dass sie die umliegenden Straßen blockierte. In Videos, die Online kursierten, konnte man sehen, wie die Demonstranten „Wir gehen hier nicht weg, bis unsere Rechte erfüllt sind“, „keine Nation erlebt eine solche Ungerechtigkeit“, „Arbeiter von Khuzestan, vereinigt euch, vereinigt euch“ und „Ihr ruft nach Iman Hossein und verhaltet euch wie Diebe“ riefen, womit sie deutlich machten, dass das Regime den Islam mißbraucht, um sein Fehlverhalten zu rechtfertigen.

Am Dienstag hatten die Arbeiter das Haupttor der Fabrik geschlossen und vor dem Büro des Gouverneurs und dem Eingang des Sportkomplexes in Ahvaz protestiert, damit Eshaq Jahangiri, der erste Vizepräsident von der Regierung Hassan Rouhani, dort nicht erscheinen konnte.

Die streikenden Arbeiter der Haft Tappeh Zuckermühle in Ahvaz setzten ebenfalls ihren Protest am 10. Tag in Folge fort. Am Mittwoch trafen sie sich vor dem Büro des Shush – Gouverneurs und riefen dort auch zur Solidarität mit den Stahlarbeitern auf.

Sie riefen:“ Ihr stolzen Stahlarbeiter, wir danken euch, wir danken euch“.

Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) hatte bereits zuvor eine Erklärung veröffentlicht, in der die Streiks unterstützt wurden.

Es hieß:“ Die Arbeiter der Nationalen Stahlgruppe von Ahvaz haben ebenfalls am Samstag protestiert und sie trafen sich vor dem Büro des Gouverneurs der Stadt. Sie riefen dabei: „Keine Nation hat so viel Ungerechtigkeit erfahren“ oder „Sie rufen Hossein Hossein, doch sie sind nur Diebe, was habt ihr mit unserer Fabrik gemacht?““

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, grüßte die Stahlarbeiter von Ahvaz und die anderen streikenden und protestierenden Menschen im Iran und rief die restliche iranische Bevölkerung auf, sich ihnen anzuschließen.

Sie sagte:“ Armut, Inflation, Arbeitslosigkeit und Korruption sind das Resultat des religiösen Faschismus und es wird so lange weiter gehen, so lange dieses mittelalterliche Regime an der Macht ist.“

Ich grüße die Arbeiter der Haft Tappeh Zuckerfabrik und die Stahlarbeiter von #Ahvaz, die für ihre Rechte protestieren. Sie rufen zu einer Ausweitung der Proteste auf, indem sie „Arbeiter von Khuzestan, vereinigt euch, vereinigt euch“ rufen #IranProtests #IranRegimeChange.

Die Lehrer streiken, die Lastwagenfahrer streiken ebenfalls und Demonstrationen und Proteste finden im ganzen Land statt. Die Arbeiter zeigen damit ihren Ärger nun auf den Straßen.Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass die Stahlarbeiter von Ahvaz in den Streik gehen und die Einhaltung ihrer Rechte fordern.

Im Juni hatten Sicherheitskräfte über 50 Arbeiter verhaftet. Vier von ihnen wurden in einem Verhörzentrum brutal zusammen geschlagen.

Die Freie Gewerkschaft der Arbeiter (FWU) sagte damals: „Einer der Arbeiter wurde so stark geschlagen, dass er stark blutete, doch die Behörden unternahmen nichts, um ihn in eine medizinische Einrichtung zu bringen.“

Die FWU schrieb weiter, dass ein weiter Gefangener in Haft mit einem Elektroschocker malträtiert wurde.