Iran: Tausende ausgeplünderter Menschen demonstrierten

 

Sie riefen in Sprechchören: „Tod dieser Unterdrückung!“ „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit!“ und „Rouhani – eine Schande!“

 Am Sonntag, den 15. Oktober demonstrierten tausende von Menschen, deren Vermögen von mit den Revolutionsgarden (IRGC) verbundenen Organen erbeutet worden war, in den Straßen Zentral-Teherans; sie brachten ihren Ärger und Ekel über die von der religiösen Herrschaft des Iran ausgeübte Unterdrückung zum Ausdruck.

In den vergangenen Jahren wurden vom IRGC, der Justiz und den SSF (den Staatlichen Sicherheitskräften) unter dem Aushängeschild zuarbeitender Unternehmen und Banken in einer Reihe von Städten „Caspian“, „Padideh Shandiz“ und „Alborz Iranian (Arman)“, „Pardisban“ und andere gegründet. Sie taten sich zusammen und erbeuteten das Vermögen von Leuten verschiedener Schichten der Gesellschaft.

Kontoinhaber aus Teheran wurden schlossen sich Demonstranten aus anderen Städten wie Mashhad, Rasht, Ardebil, Kerman und Ahvaz an. Auf ihrem Marsch zur Pasteur-Straße, in der sich das Amt des Präsidenten des iranischen Regimes befindet, riefen sie in Sprechchöre und verurteilten die Erbeutung ihrer Vermögen durch Regierungsstellen.

Die Staatlichen Sicherheitskräfte und die gegen Aufstand eingesetzten Garden, die in großen Zahlen anwesend waren, entschlossen sich, die Menge durch Drohung und Einschüchterung zu zerstreuen. Sie blockierten die Straßen, die zu den Demonstrationen führten und versperrten Leuten, die sich der Demonstration anschließen wollten, den Weg. In Erwiderung der von dem repressiven Polizeiaufgebot ausgehenden Drohung skandierten sie: „Ich töte den Mörder meines Bruders, wer auch immer es sei!“ „Staatliche Sicherheitskräfte – eine Schande!“ In dieser Bewegung waren tapfere Frauen, von denen einige ihre Kinder bei sich hatten, in bedeutender Rolle vertreten. Später versammelten sich die Demonstranten vor dem Parlament des Regimes. Sie hatten vor, zu der Residenz Khameneis zu gehen, doch die Polizei hinderte sie daran.

Einige der ausgeplünderten Menschen waren aus verschiedenen Städten nach Teheran gekommen, um trotz zahlreicher Probleme wie Krankheit und Geldnot ihre erbeuteten Vermögen zurück zu erhalten. Sie befinden sich in einem mehrere Wochen dauernden sit-in vor der Gebäude der Justiz des Regimes am Teheraner „Keshavar-Boulevard“. Sie übernachten auf der Straße. Am Samstag, den 14. Oktober veranstalteten sie eine Demonstration; dabei skandierten sie ihre Slogans.

Hatami Yazdi, Finanzexperte des Regimes, hatte sich zu den massiven Protesten der ausgeplünderten Menschen wie folgt geäußert: „Jene, die diese Institutionen gegründet haben, verfügten über politische Macht; daher konnten sie das Gesetz umgehen; sie handelten nicht im Einklang mit dem Gesetz. … Alle diese Institutionen wurden mit unlauterer politischer Unterstützung gegründet und verdanken dieser ihr Fortbestehen“ (Nachrichten des Staatlichen Fernsehens am 20. Juni 2017). Dieser Regierungsbeamte hatte schon früher eingeräumt, daß „diese Finanz- und Kredit-Institutionen von großen Mächten gedeckt werden – Mächten, die, wenn nötig, die Entscheidungen des Rates für Geld und Kredit ändern können“ (Nachrichten „Eqtesad“ am 20. Mai 2019).

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
15. Oktober 2017 

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https://youtu.be/puaHY9UOhO0

https://youtu.be/07Voz3LQNt0