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Iran: Warnung vor einem großen Desaster in den Gefängnissen

In den Gefängnissen des iranischen Regimes sind die Häftlinge aufgrund von dessen kriminellen Nachlässigkeit der Gefahr der Infektion mit dem Coronavirus ausgesetzt

Aufforderung, dringend zur Entlassung der Häftlinge, besonders der politischen Gefangenen, tätig zu werden

Trotz der Coronavirus-Epidemie weigert sich das inhumane religiöse Regime, Häftlinge zu entlassen – besonders die politischen Gefangenen.

Herr Mohammad Hossein Seperhi, ein Lehrer, aus politischen Gründen in Mashhad inhaftiert, wurde nach Auskunft seines Bruders von dem Coronavirus angesteckt. Doch die Henker des Regimes weigern sich, ihn zu entlassen. Er wurde in der vorigen Wochen zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), verurteilte das harte Urteil und forderte die sofortige Entlassung von Herrn Seperhi und anderen politischen Gefangenen in Mashhad, denen die Ansteckung mit dem Virus droht, besonders Herrn Hashem Khastar (einem weiteren Lehrer, der ungerecht inhaftiert und zu 20 Jahren verurteilt worden ist).

Die Zahl der Gefangenen, die am 30. März im Sepidar-Gefängnis von Ahvaz durch das IRGC erschossen wurden, hat sich auf 10 vergrößert; darunter sind Faizullah Mokhtari, Sajjad Pishdad (Mahrooi), Alireza Hajivand, Mohammad Tamaoli, Mohammad Lefteh, Mohammad Salamat, Ali Khafaji, Majid Zobidi, Shahin Zuhairi and Seyed Reza Khorsani (Moghinami). Die beiden Häftlinge Majid Qaitasi und Ismail Qalavand wurden am 31. März während einer Rebellion im Shiban-Gefängnis ermordet.

Faizullah Mokhtari wurde in den Kopf geschossen; doch als Todesursache gibt die Sterbeurkunde Erstickung an. Der Geheimdienstzweig des iranischen Regimes in Ahvaz hat die Angehörigen der im Sheiban- und im Sepidar-Gefängnis Ermordeten davor gewarnt, die Ursache des Todes ihrer Lieben bekannt zu geben. Am Sonntag, den 5. April demonstrierte eine große Zahl von Verwandten der Häftlinge vor dem Justizgebäude des Regimes in Ahvaz.

Viele Häftlinge in verschiedenen Gefängnissen des Landes, darunter der Haftanstalt von Groß-Teheran (Fashafuyez), Ghezel Hesar, Urmia &c., wurden mit dem Coronavirus infiziert; einige sind gestorben. Die Zahl der in diesen Gefängnissen Einsitzenden beträgt ein Mehrfaches ihrer Kapazitäten; es fehlt an dem Mindestmaß sanitärer Einrichtungen.

Außerdem hat die Justiz der Mullahs in den Gefängnissen eine Mafia von Raub und Verbrechen eingesetzt. Sie benutzen Häftlinge als Sklaven, schmuggeln Drogen in die Gefängnisse, erpressen die Häftlinge und ihre Angehörigen, stehlen ihnen die Essensrationen und machen die Gefängnisse zu Erwerbsquellen der Justiz. Die Stiftungen der Zusammenarbeit in den Gefängnissen – mit ihrem mehr als 1200 Lagern in den Gefängnissen des Iran – haben sich in eine Quelle erheblichen Verdienstes der Mullah-Justiz verwandelt: Sie pressen den Häftlingen Geld ab, indem sie ihnen Dinge zu einem Mehrfachen ihres Preises verkaufen.

Erneut warnte Frau Rajavi vor den Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die in den Gefängnissen des Regimes begangen werden; sie forderte den Generalsekretär der Vereinten Nationen, deren Sicherheitsrat und Menschenrechtsrat sowie den Hochkommissar für die Menschenrechte und die Europäische Union auf, dringend zur Rettung der Häftlinge tätig zu werden. Sie forderte außerdem die Entlassung aller Häftlinge, besonders der politischen Gefangenen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)

den 8. April 2020