Wirtschaft

Iranische Wirtschaft im Sinkflug

NWRI – Der Iran befindet sich in einer Finanzkrise. Seine Währung, der Rial, fällt in den letzten Monaten auf Rekordtiefs. Alleine im April sankt der Wert der Währung um 1/5. Der Rial ist mittlerweile nur noch halb so viel Wert wie zu der Zeit, wo Rouhani 2013 seine erste Amtszeit als iranischer Präsident begann.

Das iranische Regime versuchte, den Wechselkurs bei 42.000 Rials pro Dollar zu halten, doch dies ist gescheitert. Der Kurs liegt zur Zeit 60.000 Rials und dem Markt sind die Maßnahmen der Regierung scheinbar egal. Das Regime droht nun jedem, dass er hart bestraft wird, wenn er oberhalb des vorgegebenen Preises handelt.

Es sind sogar Spezialeinheiten der Polizei gesichtet worden, die in Bazaren Geldhändler verhaften und der mächtige Kleriker Nasser Makarem-Shirazi fordert gar die Hinrichtung von Geldhändlern, welche die Vorgaben mißachten.

Doch wie ist der Iran überhaupt in diese Situation gelangt?

BBC sagt dazu, dass der Iran nicht in der Lage war, internationale Großbanken nach dem Atomdeal 2016 ins Land zu holen. Dies habe Auswirkungen auf den Import und Export von Gütern gehabt und sie führten zu einem inoffiziellen Wechselkurs, der stark von dem offiziellen Kurs abwich.

Doch warum gehen die internationalen Banken nicht in den Iran? Nun, die simple Antwort ist, dass das iranische Regime und seine zahlreichen Frontfirmen die Banken nutzen könnten, um über sie Geldwäsche zu betreiben oder benutzen sie, um darüber den internationalen Terrorismus zu finanzieren.

Das iranische Volk weist immer wieder darauf hin, dass die wirtschaftlichen Probleme im Iran von schlechter Planung, Mismanagement und Korruption im Regime herrühren. Der Iran hat lange Zeit den Wohlstand des Volkes ausgeplündert, um Terrorismus, Stellvertreterkriege und regionale Einmischungen zu finanzieren und damit Kriegstreiberei und seine expansionistischen Pläne zu fördern.

Proteste

Die wirtschaftliche Lage ist in der Tat ein Resultat der steigenden Finanzierung von militärischen Abenteurern des Regimes. Sie führten Ende Dezember zu landesweiten Protesten, die bis heute weiter gehen.

Die Proteste begannen wegen eines Budgets, welches die Subventionen für die Armen strich und zeitgleich die Mittel für unterdrückende Sicherheitskräfte erhöhte. Das Budget wurde im März ohne wesentliche Änderungen umgesetzt.

Ellen R. Wald, Ph.D, eine geopolitische Expertin, schrieb dazu in Forbes:“ Es ist wichtig, einen Blick auf die wirtschaftliche Situation des Iran zu werfen, weil es meist wirtschaftliche Fragen waren, die zu den größten politischen Unruhen im Land führten.“

Viele sehen die aktuellen Proteste als finalen Schlag gegen das iranische Regime an und glauben, dass das iranische Volk bald in Gänze aufstehen und Mullahs stürzen und danach einen freien und demokratischen Iran gründen wird.