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Iranisches Regime fälscht Twitter Accounts zur Verbreitung seiner Agenda

NWRI- Hunderte aus dem Iran stammende Twitter Accounts, die sich als ausländische Journalisten ausgaben und die US Bürger mit pro – Regime Nachrichten beeinflussen wollten, wurden Anfang des Jahres gesperrt. Das ergab eine Untersuchung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

The Atlantic Council’s Digital Forensic Research Lab analysierte diese Kampagne und betonte, dass sie die Versuche des Iran reflektiert, „Nachrichten des Regimes über verdeckte Kanäle zu verbreiten.“. Die Kampagne wird jedoch als weniger schädlich angesehen, als die Kampagne von Rußland, die vor den US Wahlen 2016 gestartet wurde.

Im August hatte Twitter berichtet, dass es 770 Accounts sperren ließ, die aus dem Iran kamen und die laut einer Spezialfirma für Cybersicherheit „eine koordinierte Manipulation“ darstellten. Ähnliche Sperrungen gab es auch bei Facebook und YouTube.

Alle drei Unternehmen versprachen, in Zukunft aufmerksam zu bleiben und Twitter sagte, dass es seine Bemühungen transparent machen wird. Und daher wurde am Mittwoch der Inhalt von rund 10 Millionen Tweets und 2 Millionen Bildern, Livevideos und anderen Dingen veröffentlicht, die in diesen iranischen Accounts kreiert wurden.

Der Leiter für die Integrität von Twitter, Yoel Roth, sowie der Leiter für Recht, Öffentlichkeitsarbeit und Sicherheit, Vijaya Gadde, schrieben dazu auf ihren Blogs:“ Es ist eindeutig, dass diese Informationen eine Operation zeigen, die koordiniert ablief und dass diese nicht eingestellt wird.“

Sie betonten, dass man weiter daran arbeiten muss, die Integrität von Twitter sicher zu stellen.

Twitter übergab weitere 1,1 Millionen Tweets aus dem Iran an den Atlantic Council. Er soll überprüfen, ob dieses zum Regime gehören, was nicht eindeutig sei, aber die Nachrichten – die manchmal von Bots verbreitet wurden – haben sechs Jahre lang Botschaften des iranischen Regimes verbreitet.

Einige waren sehr explizit und hatten Verlinkungen auf die vom Iran finanzierte Medienanstalt Press TV, doch die Betreiber hatten behauptet, dass diese Links für jeden Amerikaner abrufbar sind. Auch dort geht es meist um iranische Themen, aber es würde auch um Haß gegenüber der US Politik gehen.

Auch dort wurde betont, dass die Kampagne wenig Einfluß gehabt hat.

The Atlantic Council schlußfolgert:“ Es war eine Mißachtung dessen, was die Plattform eigentlich darstellen soll.“

Der Rat dankte Twitter fürdie Bereitstellung und Sicherung der Tweets. So könne man weitere Studien machen, um weitere Informationen zu erhalten.

Graham Brookie, der Direktor und Redaktionsleiter des Digital Forensic Research Lab, sagte:“ Ich denke, dass mehr Transparenz besser als weniger Transparenz ist. Es geht nicht nur um ausländischen Einfluß oder um inländische Werbung. Die Konsumenten haben das Recht, mehr Informationen zu erhalten, damit sie sehen, von wem die Informationen eigentlich stammen, die sie konsumieren.“