FundamentalismusNahen Osten

Irans Geheimtreffen mit irakischer politischen Allianz

NWRI – Der Kommandeur einer iranischen paramilitärischen Einheit traf sich letzte Woche mit irakischen Politikern in Bagdad. Niemand weis genau, warum dieses Treffen statt fand, weil es unter Geheimhaltung geschah.

Gholamhossein Gheybparvar, der Kommandeur der iranischen Bassidsch, sowie der iranische Botschafter im Irak trafen sich mit Mitgliedern der Fatah Allianz, einer irakischen politischen Koalition, die für die Wahlen 2018 im Irak antritt.

Die meisten Mitglieder dieser Allianz kämpften in den vom Iran unterstützen Einheiten der Volksmobilisierung (PMU), eine Miliz, die auch im Bürgerkrieg in Syrien aktiv war.

Eine anonyme Quelle sagte gegenüber Al Arabiya, dass bei dem Treffen auch Ahmad al-Asadi anwesend war, ein Kandidat bei den kommenden Wahlen. Er hat intensive Verbindungen zu den paramilitärischen Einheiten. Asadi ist bereits Mitglied im Parlament in Bagdad und diente als Sprecher der PMU. Er zog sich aus dem Posten zurück und nun kandidiert er erneut bei der kommenden Wahl.

Das heißt jedoch nicht, dass Asadi keine Verbindungen mehr zur PMU hat. Es ist dringend notwendig, dass die Regierungsgremien genau prüfen, dass keine Kandidaten zur Wahl im Mai zugelassen werden, die Verbindungen zu diversen Milizen haben.

Der Grund dafür ist, dass man befürchtet, dass diese Politiker im Namen des iranischen Regimes handeln und nicht im Namen des irakischen Volkes.

Die Quelle, die ihren Namen nicht nennen wollte, weil sie Vergeltungsmaßnahmen des Regimes oder der PMU befürchtet, sagte weiter, dass es bei dem Treffen auch darum ging, wie man den irakischen Regierungschef Haider al-Abadi so unter Druck setzen kann, dass er die Verbindungen von Asadi zur PMU zulässt.

Das Treffen endete mit einem Abkommen, in dem Asadi zum Medienberater der PMU erklärt wurde. Das Wahlrecht verbietet die Teilnahme von militärischen Kandidaten, was man damit umgehen will.

Einmischungen des Iran

Es gibt berechtigte Sorgen, dass das iranische Regime die irakischen Wahlen stören wird, damit es seine Agenda durchsetzen kann, so wie es das Regime überall im Mittleren Osten tut.

Der politische Analytiker Ahmad al-Khafaji sagte dazu:“ Die Anwesenheit von Gheybparvar und dem iranischen Botschafter bei solchen Treffen belegt, dass der Iran auch weiterhin Pläne hat, sich in die irakische Politik einzumischen.“

Khafaji führte fort, dass der Druck des Iran auf Abadi nicht nur die Teilnahme von Asadi an der Wahl trotz seiner Verbindungen zur PMU betrifft. Es geht um eine „massive Einmischung in die irakische Innen- und Außenpolitik. Abadi hat diese Intervention bei mehreren Anlässen abgelehnt und im Sinne der irakischen Interessen gehandelt“.

Diese Einmischung des Iran in die Angelegenheiten anderer Staaten hatte Trump auch bei seiner Rede im Januar über den Atomdeal mit dem Iran angesprochen und erklärt, dass sie den Sicherheitsinteressen der USA widersprechen.