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Irans Zentralbank räumt die absolute wirtschaftliche Sackgasse

NWRI- Der Präsident der Zentralbank des iranischen Regimes Abdolnaser Hemati räumte ein, dass die steigenden Güterpreise und die Inflationsrate auf die falsche Wirtschaftspolitik des Regimes zurückzuführen ist.

Auf seiner persönlichen Instagram Seite schreibt Hemati unter Verweis darauf, dass steigenden Preise nicht einfach von der Geldbasis und dem Wachstum an Liquidität herrühren: „Der Kauf eines Teils der Geldressourcen des Nationalen Entwicklungsfonds, um das Budgetdefizit der Zentralbank zu beheben (wie es bei dem diesjährigen Jahresbudget der Auftrag war), bedeutet im Fall von Sanktionen, dass das Budgetdefizit mit der Geldbasis abgedeckt wird. Kurzfristig entspricht das einer Anleihe bei der Zentralbank“.

Dieser neue Weg einer Anleihe von der Zentralbank durch die Regierung des Präsidenten des Regimes Hassan Rohani ist eine Folge ihres totalen Bankerotts. Rohani entzog damit mit der Billigung des Obersten Führers Ali Khamenei einen bedeutenden Betrag dem Nationalen Entwicklungsfonds, um ihn an die Zentralbank zu überweisen, um damit das erhebliche Budgetdefizit abzudecken.  Dies führte zu einem Anwachsen der  Geldmenge des Landes um 49,5 % und einer steigenden Inflation und letztlich zum Steigen der Preise für Güter und Dienste.

Wegen der institutionalisierten Korruption und der Verschwendung von Milliarden Dollar für den Terrorismus haben die Regierungen unter dem iranischen Regime andauernd mit einem Budgetdefizit zu kämpfen. Dennoch benutzten seit der Präsidentschaft von Akbar Hashemi Rafsandschani verschiedene Regierungen einzig das Mittel der Anleihen von der Zentralbank zum Abdecken ihres Budgetdefizits.

Jetzt aber, d.h. unter den Bedingungen internationaler Sanktionen für seine unerlaubten Aktivitäten und mit dem steigenden Wert des Dollars im Iran, ist das Regime nicht mehr in der Lage, diese Methode zur Aufhebung des Budgetdefizits zu benutzen.

Eine der staatlichen Nachrichtenagenturen, Banker, bezeichnete die Situation als „Ungeladenes Gewehr Zentralbank“: „Das Anwachsen der ausländischen Reserven der Zentralbank (wegen der Devisen des Nationalen Entwicklungsfonds) hatte einen größeren Anteil als das Wachstum der Geldmenge selbst. Die hohe Zunahme der Geldmenge ist in Wirklichkeit bedingt durch die Benutzung der Ressourcen der Zentralbank für den Ausgleich des Budgetdefizits, die dieses Mal auch wieder Nationaler Entwicklungsfonds genannt werden. Der Unterschied ist aber, dass gegenwärtig die Zentralbank keinen Zugriff auf ausländische Devisen hat und keine Ressourcen aus dem Außenhandel bekommen kann, um Marktfluktuationen zu kontrollieren im Austausch gegen die Rial, die der Regierung gewährt wurden. Das zeigt zwar, wie die Zentralbank die Inflation in den 2000er Jahren kontrollieren konnte, aber dieses Werkzeug hat sie heute nicht mehr. Die Zentralbank hat eine ungeladene Waffe, will aber trotzdem Währungsfluktuationen stabilisieren“.

Dazu meinte Majid Reza Hariri, der Chef der China-Iran Handelskammer, in Bezug auf die Schwierigkeiten des Regimes, Banktransaktionen mit China und Russland durchzuführen:  „Derzeit haben wir praktisch keine Banktransaktionen mit Russland und China und wenn jemand mit einem iranischen Pass Bankdienste in diesen Ländern beantragt, wird ihm das verweigert“.

Im Jahr 2018, noch bevor die Vereinigten Staaten aus dem  Atomabkommen mit dem Iran 2015  mit den Weltmächten ausgetreten sind und die Sanktion erneut verhängt hatten, versuchte das iranische Regime das Budgetdefizit auszugleichen, indem es den Verkauf von Dollars zu beeinflussen versuchte, damit er mit einem Kurs 20 000  im Schwarzmarkt gehandelt wurde, und machte einen riesigen Profit. Seitdem aber fluktuiert die iranische Währung.

Der freie Fall der Währung des Iran ist ein Indikator für den absoluten wirtschaftlichen Bankerott der Regierung. Der derzeitige Wert der Währung des Iran zusammen mit anderen Zeichen wie Inflation und Liquiditätsrate bedeutet nur noch mehr Druck auf die iranische Bevölkerung. Laut staatlichen Medien hat das Maß an Liquidität das schreckliche Ausmaß von 2651 Billionen Toman erreicht. Diese riesige Liquidität wird zu einer höheren Inflationsrate und zu höheren Preisen führen. Das Budgetdefizit des Regimes und sein wirtschaftlichen Scheitern haben während des  COVID-19 Ausbruchs zugenommen. Höchst wichtig ist aber, dass die institutionalisierte Korruption des Regimes und sein Missbrauch der Guthaben für die Weiterführung seiner unerlaubten Aktivitäten keine Lösung für die Krise mehr übriglassen. Wie Hussain Ragfahr, einer der Wirtschaftsfachleute des Regimes, es ausgedrückt hat: „Eine der wichtigsten Entscheidungen, die jetzt anstehen, ist die, den Wechselkurs zu erhöhen. Sicherlich werden die Konsequenzen alle Menschen, die Gesellschaft, die Produktion und die Zukunft der Wirtschaft betreffen“.

Kurz gesagt hat der wirtschaftliche Druck zusammen mit der Unterdrückung und dem Missmanagement der COVID-19 Krise mit ihrer steigenden Zahl an Todesfällen die iranische Gesellschaft in ein Pulverfass verwandelt, das jederzeit explodieren kann.

Die staatliche Zeitung Arman schrieb dazu am 2. August: „Die derzeitige Situation des Devisenmarkte, deren Zeuge wir in den letzten beiden Wochen sind, beinhaltet, dass der Dollar, der zu einem Kurs von 26 000 Toman verkauft wurde, 20 000 Toman erreicht hat, ein Fall um 6000 Toman, und er ist zu fast 24 000 Toman zurückgekehrt und kann sich in alle möglichen Richtungen bewegen.  Dieses Verhalten der Zentralbank ist sehr riskant. Denn diese Situation kann eine Plattform bieten für das Entstehen einiger sozialer Probleme, Entwicklungen und Aufstände in der Gesellschaft. Mit anderen Worten: die derzeitige wirtschaftliche Situation der Gesellschaft hat einen kritischen Punkt erreicht. … Wir werden es mit den Herausforderungen von Arbeitslosigkeit, Inflation, Rezession und ähnlichen Problemen zu tun bekommen“.