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Khameneis Aussagen zeigen ausweglose Sackgasse des Regimes

NWRI- Nach mehreren Wochen des Schweigens gegenüber den steigenden Volksaufständen und dem starken Verfall der iranischen Währung Rial, hielt Khamenei am 13. August eine Rede, die zeigte, dass er keine Lösung hat, wie sich das Regime aus der Sackgasse befreit, in der es sich befindet.

In einem Versuch, die Frustration im Regime einzudämmen, sagte er:“ Sie wollen uns ständig erzählen, wir seien in einer Sackgasse und dass es daraus kein Entrinnen gibt, außer sich diesem Satan oder Großen Satan zu beugen. Wer jedoch denkt, wir sind in einer Sackgasse, der ist entweder ignorant oder seine Worte sind heimtückisch.“

„Einige Leute reden über die Korruption in einer Weise, als sei das ganze System korrupt und sie sagen, es gäbe eine systematische und tiefgreifende Korruption….andere sind sehr sorglos in ihren Reden und Schriftstücken. Die Korruption in einigen Agenturen oder von einigen Individuen können jedoch nicht für das ganze Land generalisiert werden.“, sagte Khamenei, der damit verzweifelt versuchte, die Dimensionen der Korruption im Regime klein zu reden.

Khamenei ist weiterhin unfähig, zu verstehen, dass der iranische Wohlstand von den Regimevertretern und in anti-nationalen Atom- und Raketenprogramm und den Kriegen im Ausland verschleudert wird. Er machte lieber Rouhani für die wirtschaftlichen Probleme im Land verantwortlich und kritisierte ihn, dass sich die Regierung nicht genug auf die Sanktionen vorbereitet habe. Er sagte:“ Die meisten der aktuellen wirtschaftlichen Probleme beruhen auf Aktionen, die durch eine bessere Regierung mir anderen Aktionen vermieden hätten werden können und dann hätten die Sanktionen auch nicht so einen großen Effekt.“ Er machte einzig und allein die Regierung dafür verantwortlich, dass „18 Milliarden Dollar der iranischen Währung“ unterschlagen worden sind und drohte damit, dass die Justiz „mit denen, die den Verfall der Währung zu verantworten haben“ hart umgehen wird.

Khamenei, der persönlich die Atomgespräche überwacht hat, sagte:“ Ich habe den Fehler gemacht, die Verhandlungen den Herren Rouhani und Zarif zu überlassen. Ich habe gedacht, sie seien erfahren genug, doch sie haben die vorher definierten roten Linien überschritten.“

Im Hinblick auf seine Angst einer immer stärker werden Möglichkeit einer sozialen Explosion sagte Khamenei:“ Diejenigen, die sagen, dass die Regierung zurücktreten sollte, spielen den Feinden in die Hände. Die Regierung muss an der Macht bleiben und sie muss ihre Pflicht erfüllen und die Probleme mit aller Macht lösen.“

Khamenei hatte sein Schweigen gebrochen, nachdem es eine neue Welle der Aufstände gab. Er beschrieb sie als: „Die Ereignisse im August waren, trotz der großen politischen und finanziellen Anstrengungen der Feinde, limitiert.“ Die Anti-Regierungsproteste gingen rund eine Woche in vielen iranischen Städten, unter anderem in Teheran, Karaj, Isfahan und Mashhad. Überall wurde „Tod für Khamenei“ und „Tod dem Diktator“ gerufen und sie zeigten wieder einmal den Willen des iranischen Volkes zum Sturz des Regimes.

Khamenei gab zu, dass sich das Regime in einem sehr schwachen und fragilen Zustand befindet. Er sagte:“ Wir sollten nicht mit den USA verhandeln“ und er ergänzte:“ Wir gehen ein gefährliches Spiel ein, wenn wir mit den USA verhandeln. Es wäre nur möglich, wenn wir genügend wirtschaftliche, politische und kulturelle Stärke hätten…die Verhandlungen wären zu diesem Zeitpunkt definitiv zu unserem Nachteil und daher dürfen sie nicht stattfinden… Selbst wenn es dazu kämen, obwohl dies unmöglich ist, dann würden wir höchstens mit den Amerikanern verhandeln und nicht mit dieser aktuellen US Administration“. Khamenei machte damit erneut deutlich, dass sich das Regime in seinem Verhalten nie ändern wird und daher wird nur ein Regimesturz die einzige Option sein.

Er betont weiter, dass es keinen Grund für einen Krieg gäbe. Damit untergräbt er jedoch die Illusion derer, welche die entschlossenen Aktionen gegen dieses terroristische Regime als einen Auftakt zum Krieg sehen. Er sagte:“ Man kann einen großen Geist des Krieges kreieren, aber es wird keinen Krieg geben, keinen Krieg, ganz sicher.“ Der Versuch, die Menschen mit der Angst eines großen Krieges aufzuhetzen, ist sowieso nur ein verzweifeltes Werkzeug, um dieses Regime vor einem Sturz durch das Volk zu schützen, welches Demokratie und Volkssouveränität anstatt einer religiösen Diktatur fordert.

Während Sprechchöre wie „verlasst Syrien und denkt an uns“ von den Menschen auf den Demonstrationen gerufen werden, sagt Khamenei:“ Wir haben zwei befreundeten Nationen, Irak und Syrien, bei den Bedrohungen durch die USA und den Saudis geholfen“. Er betonte, dass man die kriminellen Interventionen in der Region weiterführen wird.