Menschenrechte

Maryam Rajavi: Die Massenhinrichtung sunnitischer Häftlinge ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit; die Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden

Maryam Rajavi: Die Massenhinrichtung sunnitischer Häftlinge ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit; die Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden

Maryam Rajavi bezeichnete die Hinrichtung einer großen Zahl sunnitischer Häftlinge im Gohardasht-Gefängnis als „ein abscheuliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.Die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands sprach den Angehörigen der Opfer, der sunnitischen Gemeinschaft und dem gesamten Volk des Iran ihr aufrichtiges Beileid aus. Sie rief die iranische Jugend auf, gegen solch barbarische Verbrechen zu protestieren und sich in Beistand und Solidarität mit den Angehörigen der Opfer zu erheben.Auch forderte sie die schiitischen und sunnitischen Geistlichen der Welt auf, angesichts dieser Schandtat nicht im Schweigen zu verharren, sondern Ali Khamenei, den großen Feind des iranischen Volkes und der Region, wegen dieser unmenschlichen, unislamischen Verbrechen anzuklagen.Maryam Rajavi fügte hinzu: Das unmenschliche Regime der Mullahs beging die Massenhinrichtung unserer sunnitischen Brüder am Gedenktag des Massakers an 30 000 politischen Gefangenen, begangen im Jahre 1988. Vergeblich versucht das Regime dadurch, daß es die Öffentlichkeit in Schrecken versetzt, die instabile soziale Atmosphäre unter Kontrolle zu halten und die Proteste des Volkes einzudämmen.
Die gewählte Präsidentin des NCRI führte aus: Das Massaker des Jahres 1988 an politischen Gefangenen im Iran war das größte Verbrechen seiner Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Verbrechen, die das geistliche Regime in den vergangenen 37 Jahren systematisch begangen hat, sind samt und sonders Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Völkermord. Die Art, wie die internationale Gemeinschaft sich zu diesen Verbrechen stellt, wird zu ihrer großen Bewährungsprobe.Für den Menschenrechtsrat und den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist es an der Zeit, ihr Schweigen zu brechen und das Dossier der Verbrechen des iranischen Regimes vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen. Ali Khamenei und die anderen Führer des Regimes müssen – so betonte Maryam Rajavi erneut – ebenso wie die für diese Verbrechen direkt Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden.An diesem Morgen, Dienstag, den 2. August 2016, wurde im Gohardasht-Gefängnis von Karaj eine große Zahl sunnitischer Häftlinge erhängt. Angehörigen der Opfer zufolge waren es mindestens zwanzig. Die Gefängnisbehörden riefen einen Notstand aus, legten die Telefone still und hinderten die Häftlinge am Zugang zur Gefängnisapotheke.Die Justiz des Regimes hatte den Angehörigen der Opfer gesagt, sie hätten bis 15 Uhr Zeit zu einem letzten Besuch ihrer Kinder. Doch bevor sie dort ankamen, meldete sich das Geheimdienstministerium bei ihnen und wies sie an, sich zum Staatsanwalt von Kahrizak zu begeben, um dort die Leichen ihrer Kinder in Empfang zu nehmen.Zu den sunnitischen Häftlingen, die hingerichtet wurden, gehört Shahram Ahmadi. Im April 2009 wurde er in der Haft von Geheimagenten verletzt; er verlor eine Niere und einen Teil seiner Eingeweide. 43 Monate lang wurde er in der Einzelhaft des Haftzentrums des Geheimdienstes in Sanandaj schwer gefoltert; die Folge waren eine Reihe von Krankheiten und weitgehender Verlust des Gehörs. Im Oktober 2012 verurteilte ihn die Mullah-Justiz wegen angeblicher Feindschaft gegen Gott – Moharebeh – zum Tode. Sein jüngerer Bruder Bahram Amadi, der, als er verhaftet wurde, noch nicht 18 Jahre alt war, wurde im Januar 2012 gemeinsam mit fünf weiteren sunnitischen politischen Gefangenen im Ghezel-Hessar-Gefängnis hingerichtet.Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
den 2. August 2016