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Maryam Rajavi: “Die Welt muss auf die Rufe der Demonstranten im Iran hören”

NWRI-

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, nahm an einer Neujahrsveranstaltung mit dem Titel „Solidarität mit dem iranischen Volksaufstand und seinen Aufständen“ teil, an dem auch zahlreiche Unterstützer des iranischen Widerstandes anwesend waren.

Zu den Teilnehmern gehörten: Anissa Boumediene, die frühere First Lady von Algerien; Dominique Lefebvre, früherer Abgeordneter, Bischof Jacques Gaillot, eine Reihe von Bezirksbürgermeistern aus Paris, der Bürgermeister von Val d’Oise sowie eine Reihe weiterer Persönlichkeiten aus Frankreich.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer und den Neujahrsgrüßen an alle Anwesenden sprach Frau Rajavi über die Ereignisse des letzten Jahres und sie machte einen Ausblick auf die Zukunft in 2019.

Hier der Text ihrer Rede:

Sehr geehrte gewählte Damen und Herren,

meine lieben Freunde des iranischen Widerstandes,

ich wünsche euch allen ein Jahr voller Freude, Gesundheit und Erfolg. Es soll ein Jahr werden, wo das französische Volk alle Hürden überwinden mag.

Ich wünsche allen Freunden und Unterstützern dieses Widerstandes der letzten 15 Jahre ein gutes neues Jahr. Durch eure Unterstützung können wir die schwierigen Bedingungen meistern und in Richtung Sieg gehen. 

Nach dem Angriff vom 17. Juni 2003, brachtet ihr Wasser und Eis, Liebe und Lächeln zu denen, die sich im Hungerstreik befanden. Und nach unserem Sieg vor den Gerichten fragte ihr uns, was ihr noch tun könnte, um dem Widerstand zu helfen und den Iran zur Freiheit zu führen. Einige von euch reisten nach Ashraf, um ihnen eure Unterstützung zu zeigen. Andere demonstrierten mit uns, andere sammelten auf den Straßen Unterschriften für die Bewohner von Ashraf. 

Ihr habt mit uns Freunde und Leid geteilt. Ihr habt mit uns um die ermordeten Freiheitskämpfer in Ashraf und Liberty geweint. Ihr habt mit uns die Umsiedlung der Bewohner von Ashraf in den Irak gefeiert. Und ihr habt an all den Konferenzen und Demonstrationen teil genommen, um uns in unserem Aufstand gegen die religiöse Diktatur im Iran zu unterstützen.

Einige unserer Freunde mussten von uns gehen. Wir ehren sie und wir sind stolz darauf, dass wir Freude wie sie hatten.

Heute sind wir dem Sieg näher, als wir es je waren.

Das Geheimnis unseres Fortschrittes in den letzten 40 Jahren des Kampfes gegen den religiösen Faschismus liegt in der Standhaftigkeit und dem Willen, den Preis für die Freiheit zu zahlen.

Ich wünsche für dieses Jahr allen Bürgern in Frankreich ein frohes und glückliches neues Jahr.

Möge dieses Jahr ein Rückschlag für den Extremismus und Terrorismus in der Welt sein und möge es ein Jahr für den großen Wandel im Iran werden.

Die wichtigste Entwicklung im Iran war der Ausbruch der Volksproteste und der Aufstände gegen das Mullahregime.

Jeder konnte sehen, welch panische Angst die Mullahs davor haben. Und sie haben besondere Angst davor, dass die Mojahedin diesen Aufstand leiten.

Trotz all der Toten und der Verhaftung von Tausenden Demonstranten und all der Folterungen gehen die Aufstände und Proteste bis heute weiter.

Ein aktuelles Beispiel dafür sind die Studentenproteste im Dezember und Januar in Teheran gewesen. Es gab zudem Proteste von Arbeitern in Ahvaz und Proteste von Bauern in Isfahan. Wir verneigen uns vor ihrem Mut.

Eine entscheidende Entwicklung in 2018 war, dass die Mullahs auf internationaler Ebene weiter isoliert wurden. Seit Jahren haben die westlichen Regierungen, allen voran die USA, eine Beschwichtigungspolitik gegenüber den Mullahs betrieben. Und obwohl immer noch einige Länder in Europa daran fest halten wollen, ist die Zeit dafür beendet. Das ist ein großer Rückschlag für das iranische Regime.

Doch vor allem im Inland hat die demokratische Alternative große Fortschritte erzielt.

Als die Bewohner von Ashraf noch im Irak waren, standen sie unter einer ständigen Gefahr von Massakern und Raketenangriffen von Söldnern des iranischen Regimes. Heute habe sie eine neue kleine Stadt in Albanien aufgebaut und sie Ashraf 3 getauft. Die Widerstandseinheiten im Iran sind seitdem stark ausgeweitet worden.

Ihre Aktivitäten sind das Rückrat für die Demonstranten. Die Widerstandseinheiten unterstützen die PMOI und zusammen schüren sie die Flamme der Hoffnung in der Dunkelheit des religiösen Mullahregimes.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Mullahregime schwächer und der Widerstand stärker geworden ist.

Die Mullahs haben keine Lösungen mehr für die zerfallende iranische Wirtschaft. Sie haben keine Antworten mehr auf die Umweltkatastrophen und auf die Proteste.

Doch am meisten haben sie vor den kommenden Aufständen Angst. Selbst der oberste Führer warnte kürzlich vor den Planungen des Feindes im kommenden Jahr.

Die Mullahs können die Aufständen nicht mehr stoppen und sie sehen ihre letzte Chance in Terroranschlägen gegen den iranischen Widerstand.

2018 wollten sie einen großen Anschlag auf der jährlichen Versammlung des iranischen Widerstandes in Villepinte verüben, doch sie scheiterten. Sie haben auch in Albanien, den USA und Dänemark Anschläge geplant, die ebenfalls vereitelt werden konnten.

Die haben auch die Dämonisierungskampagne gegen den Widerstand in den Medien verstärkt. Ihre Propaganda hat jedoch sehr gut gezeigt, wer ihre Alternative ist.

2018 hat Frankreich einen Diplomaten des iranischen Regimes ausgewiesen und seine Konten gesperrt und das Eigentum des Ministeriums für Geheimdienste konfisziert. Dies ist der richtige Schritt zu einer entschlossenen Politik.

Albanien hat den Botschafter des Regimes sowie den Leiter des Geheimdienstes in der Botschaft ausgewiesen. Holland hat zwei weitere Diplomaten des klerikalen Regimes des Landes verwiesen.

Am Dienstag gab die EU Sanktionen wegen des Terrorismus des iranischen Regimes bekannt und setzte seine Geheimdienste auf die Sanktionsliste.

Wir haben immer schon die westlichen Regierungen aufgefordert, entschlossen gegen die terroristische Diktatur der Mullahs vorzugehen. Und auch heute fordern wir sie auf, die Söldner des Geheimdienstes der Mullahs und die terroristischen Qods Force aus den USA und Europa auszuweisen.

Wir fordern die demokratischen Ländern auf, die Menschenrechte im Iran zu unterstützen. Die einzige Kraft, welche den Terrorismus des iranischen Regimes und sein destruktives Verhalten in der Region stoppen kann, ist ein Aufstand des iranischen Volkes und sein organisierter Widerstandes.

Die Zeit ist gekommen, wo Frankreich und die Welt das Recht des iranischen Widerstand auf den Sturz des theokratischen Regimes und zu seiner Freiheit anerkennen muss.

Liebe Freunde,

Die Welt muss zu Beginn des neuen Jahres auf die Rufe der Demonstranten im Iran hören. Sie rufen nach Freiheit und Demokratie. Sie rufen nach einer Republik, welche auf der Trennung von Kirche und Staat basiert.

Ich bin zuversichtlich, dass die Unterstützung von freiheitsliebenden Menschen zusammen mit der Ausdauer des iranischen Volkes und dem iranischen Widerstand Freiheit und Demokratie im Iran bringen werden.

Ich wünsche ihnen allen ein frohes neues Jahr und viel Spaß bei der heutigen Veranstaltung.

Vielen Dank.