Menschenrechte

Pastor Abedini: Stellen Sie sich einmal vor, dass in dreißig Jahren der Führer von ISIS wie jetzt Rohani in die UNO kommt und die Führer der Welt ihm die Hand schütteln

Pastor Abedini: Stellen Sie sich einmal vor, dass in dreißig Jahren der Führer von ISIS wie jetzt Rohani in die UNO kommt und die Führer der Welt ihm die Hand schütteln

NWRI – New York, Vereinte Nationen, am Donnerstag, den 20. September: Said Abedini, ein iranisch amerikanischer christlicher Pfarrer, der im Iran von 2012 an im Gefängnis war und 2016 freigelassen worden ist,

hat an einer Demonstration teilgenommen, die von der Organisation iranisch amerikanischer Gemeinschaften in den USA veranstaltet worden ist und bei der Tausende Amerikaner iranischer Herkunft den Besuch des Präsidenten des iranischen Regimes Hassan Rohani bei den Vereinten Nationen scharf kritisiert und außerdem den UN Sicherheitsrat aufgefordert haben, das schockierende Massaker an 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 im Iran zum Untersuchungsgegenstand zu machen, das als eines der größten Gemetzel seit dem II. Weltkrieg betrachtet wird.

Hier der Wortlaut der Ansprache von Pfarrer Abedini:Danke! Es ist eine große Ehre, hier zu sein. Gott segne Sie. Es ist für mich sehr hart, zu sehen, wie alle diese Menschen ihre Zeit hinter Gittern und im Gefängnis verbringen müssen.  Ich habe mich gerade an die Namen der Gefangenen erinnert, mit denen ich über Jahre zusammengelebt habe. Wie Sie wissen, sind das Menschen, die jahrelang im Gefängnis waren, obwohl sie nichts gemacht, sondern nur ihre Rechte beansprucht haben und ihr Leben so verbringen wollten, wie sie es sich vorgestellt hatten.

Wir haben in den letzten vierzig Jahren gesehen, wie die Pressefreiheit, die Religions- und Redefreiheit missachtet wurden, und haben Dinge gesehen, die man sich heute gar nicht vorstellen kann. Wir haben alle darüber gehört, was ISIS macht, was al-Kaida macht, die Menschen in der ganzen Welt abschlachten, nicht nur in Syrien und im Irak. Und darüber, was die iranische Regierung sich im Irak leistet. Stellen Sie sich einmal vor, in dreißig Jahren kommt Abu Bakr al-Baghdadi zu den Vereinten Nationen und alle Führer der Welt schütteln ihm die Hand. Was ich heute sehe, ist, dass Präsident Rohani kommt mit der Geschichte, dass sie in gerade einmal 3 Monaten 30.000 abgeschlachtet haben und einfach weiter jeden Tag Menschen um bringen. Wir wissen, dass es im letzten Monat Hinrichtungen gegeben hat und dass dabei für nichts getötet worden ist. Dass es eine Liste mit Tausenden von Menschen gibt, die sie in den nächsten Monaten hinrichten wollen. Deshalb sind wir hier die Stimme für Menschen, die keine Stimme haben. Und wir sagen der Welt, wenn Sie die Augen schließen gegenüber den Menschenrechten im Iran, indem Sie die Sanktionen aufheben, indem Sie mit den Führern über Vereinbarungen reden, so stehen wir den Menschen im Gefängnis zur Seite und wird werden ihnen weiter eine Stimme geben und sagen, dass ihr in unseren Herzen lebendig seid, dass ihr in unserer Stimme lebendig seid und dass wir bei euch sind. Amen.In den letzten Jahren haben wir so viele Journalisten, so viele Politiker und so viele religiöse Führer gesehen. Sie sind ins Gefängnis gegangen und wollten nur einen besseren Iran, eine bessere Zukunft und es wurde ihnen das Wort abgeschnitten. Einige von ihnen wurden zu Tode gefoltert. Wir haben gesehen, wie Menschen auf offener Straße ergriffen und getötet wurden. Wir haben gesehen, wie Menschen vor einem Monat für nichts hingerichtet worden sind. Und wir sind hier, um einfach nur zu sagen, wir wollen, dass die Hinrichtungen im Iran aufhören und dass die iranische Regierung auf uns hört. Und ich bin jetzt hier, um zu sagen, dass sogar die UNO, die USA und die EU, dass sie alle den Menschenrechten im Iran Beachtung schenken, dass wir niemals diese Menschen vergessen dürfen,  die für ihre Rechte und für die Freiheit im Iran einstehen. Wir stehen ihnen bei. Ich habe für Sie alle eine Botschaft, dass Gott Schwäche niemals vergisst, Gott sieht all die Tränen und das Blutvergießen. Gott sieht das. Gott sieht die gebrochenen Herzen. Er ist auf die Erde gekommen, ans Kreuz gegangen, das sie auf der Spitze dieses Kirchturms sehen, um für die Sünden zu büßen, die den Tod bedeuten. Dass wir heute eine wahre Beziehung zu haben können und wenn wir ihn um Gerechtigkeit anflehen, so wird er handeln, er wird etwas tun. Und er wird die Schwachen bestrafen. Es wird Zeit, dass wir die Bestrafung der Schwachen sehen. Und ich glaube, dass der Gott, dem wir dienen, zuhören wird, dass er sehen wird und nichts kann ihn aufhalten bei seinem Plan. Gott hat alles unter seiner Kontrolle. Er entscheidet über alles und er ist derjenige, der seine Gerechtigkeit walten lässt. Wenn wir ihn haben, werden wir deshalb die Sieger sein. Darum können wir heute unseren Sieg feiern und wir können eine glänzende Zukunft für den Iran sehen und ich bin hier, um die Zukunft für den Iran zu feiern. Es kümmert mich nicht, was gerade jetzt passiert. Ich glaube an die Zukunft. Wir werden einen Wandel im Iran sehen, und die Menschen werden die Freiheit erfahren, nach der sie suchen und für die sie alle diese Opfer gebracht haben.  Ich danke Ihnen allen, die heute hier mit mir zusammen hier stehen, dass Sie eine Stimme für die Menschen sind, die in der Welt keine Stimme haben. Ich möchte schließen mit einem Gebet für jeden Menschen im Nahen Osten, der alle diese Beschwernisse  durchmacht und diese harten Zeiten. Lasset uns beten. Himmlischer Vater, ich komme zu Dir im Namen Jesu und ich glaube, dass Du uns jetzt im Himmel hörst. Ich bete, dass Du in den Iran kommst und überallhin. Wir beten für die Menschen im Gefängnis, die jeden Tag geschlagen und gefoltert werden und für die, deren Namen auf den Hinrichtungslisten für die nächsten Monate stehen. Ich glaube daran, dass Du es hören kannst und dass Du Rettung bringen kannst.  Ich glaube, dass Du die Kontrolle hast und dass Du einen wunderbaren Plan für unser Land hast. Wir beten in Jesu Namen. Amen. Gott segne Sie!