Protest und Boykottaufruf vor der iranischen Botschaft

NWRI- Am 18. Juni finden wieder einmal Scheinwahlen zur Präsidentenwahl im Iran statt. Zahlreiche Exil Iraner und Sympathisanten demonstrierten heute vor der iranischen Botschaft in Berlin gegen die Teilnahme an den Präsidenten Wahlen. Als Opfer, Verfolgte und Vertriebene des Regimes in Tehran haben diese Menschen am eigenen Leib erlebt und erleidet, zu was das Regime fähig ist. Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter und Hinrichtungen sind die Repressionsmittel des Regimes. Zeitzeugen berichteten von ihren Erfahrungen mit der fundamentalistischen Herrschaft.


Deshalb rufen die Exil Iraner das iranische Volk zu einem Walboykott auf. In der islamischen Republik gab noch nie freie Wahlen. Die Opposition im Land ist verboten, ein religiöser Wächterrat siebt die Kandidaten aus. Von den verbliebenen Kandidaten gilt Ebrahim Raisi als aussichtsreichster Bewerber für das Präsidenten Amt. Mit dieser Kandidatenaufstellung geht das Regime noch entschiedener den Weg der Radikalisierung und es Terrorismus im Inneren wie nach Aussen.

Der Protest und Boykottaufruf richtet sich sowohl gegen die radikale Ausrichtung des Iran in der nächsten Zukunft, wie gegen die Person Raisi selbst, der als der Schlächter von Teheran bezeichnet wird. Er war als Mitglied des Todeskomitees in dem Jahr 1988 maßgeblich daran beteiligt, circa 30.000 inhaftierte oppositionelle ohne jeden rechtlichen Beistand töten zu lassen. Die anwesenden Familien Angehörigen der Opfer präsentierten gemeinsam ein Buch mit 5000 Namen , die bei diesen Massakern umgebracht wurden. In allen nachfolgenden Positionen vollzog Resi Tötungen von Menschen, die sich nicht mit dem religiösen System einverstanden erklärten.