MenschenrechteWiderstand

Proteste der Studenten in Teheran und anderen Städten am Vorabend des Studententages

Aufstand im Iran – Nr. 233

Demonstration an der Technischen Universität von Teheran: „Kanonen, Panzer, Maschinengewehre – sie wirken nicht mehr!“

Am Dienstag, den 4. Dezember – vor dem Studententag am 7. Dezember – veranstalteten Studenten aus verschiedenen Universitäten – der Technischen Universität von Teheran sowie der „Sahand-und Babol-Noushirvani-Universität“ von Tabriz (?) eine Demonstration.

In Teheran stießen Studenten der Technischen Universität mit den Söldnern der Bassij-Miliz zusammen, als diese versuchten, die Versammlung aufzulösen. Die Studenten skandierten: „Die inhaftierten Studenten müssen freigelassen werden!“ „Kanonen, Panzer, Maschinengewehre – sie wirken nicht mehr!“ „Der wirkliche Lehrer (?) sollte entlassen werden!“ „Tod dieser betrügerischen Regierung!“

Studenten der „Babol-Noushirvani-Universität“ trugen während ihrer Demonstration Plakate mit den Inschriften: „Stop der Unterdrückung der Studenten!“ „Ein Student möchte lieber sterben als diese Demütigung ertragen!“

Eine Gruppe von Studenten der Medizinischen Hochschule von Semnan protestierten gegen Rouhani, als er die Aula betrat. Sie skandierten: „Inflation, hohe Preise – Rouhani, gib Rechenschaft!“

Am Vortage demonstrierten anläßlich des Studententages Studenten der gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Teheraner „Allameh-Universität“, der „Reza-Universität“ von Kermanshah und der Medizinischen Hochschule von Sirjan gegen die repressiven Maßnahmen, mit denen das Regime gegen die Studenten vorgeht. Studenten der Universität von Razi skandierten Slogans zur Unterstützung der streikenden Arbeiter: „Student, Arbeiter, Lehrer – vereinigt euch!“ „Die Lehrer sind im Gefängnis – von Khorasan bis Teheran!“ „Befreit die inhaftierten Lehrer!“

An der „Chamran-Universität“ von Kerman hat die Abteilung „Herasat“, ein Zweig des Geheimdienstministeriums an den Universitäten, den Studenten eine repressive Anweisung auferlegt: Nach dieser mittelalterlichen Anweisung ist es Studenten verboten, einander in ihren Zimmern zu besuchen; wenn ein Student in dem Zimmer eines anderen gesehen wird, erlegt man beiden eine Buße von

100 000 Toman auf.

Am Dienstag, den 4. Dezember traten die benachteiligten Arbeiter der Stahlindustrie von Ahvaz in den 25. Tag ihres tapferen Streiks ein. Sie versammelten sich vor dem Gouverneursgebäude des Regimes und in den Basaren der Stadt mit den Slogans: „Unser Land ist ein Ort von Dieben – einzigartig in der Welt!“ „Weder der Führer noch die Regierung interessieren sich für das Volk!“ „Der Arbeiter möchte lieber sterben als die Demütigung ertragen!“ „Die inhaftierten Arbeiter müssen befreit werden!“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

den 4. Dezember 2018