Atomprogramm

Raketenprogramm des iranischen Regimes Bedrohung für Atomgespräche

Raketenprogramm des iranischen Regimes Bedrohung für Atomgespräche

Erstellt: 11. Juni 2015

Irans wachsendes Raketenprogramm droht die Atomgespräche mit dem Westen entgleisen zu lassen, warnt die Zeitung Washington Examiner  (Wochenmagazin mit täglich aktualisierter Online Ausgabe).

Die P5+1 Nationen waren bei den Verhandlungen mit Teheran dabei übereingekommen, Raketen  aus den Gesprächen herauszunehmen. Das geschah auf Forderung des Regimes. Aber sein vielfältiges Arsenal an Raketen ruft jetzt beim US Kongress und in der Öffentlichkeit große Besorgnis hervor, schreibt das Blatt.Es besteht die große Sorge, dass die Raketen vom Iran bald mit nuklearen Gefechtsköpfen benutzt werden könnten, wenn die Gespräche scheitern. Sie könnten letztlich imstande sein, Israel, Europa und die USA zu treffen, so steht es im Washington Examiner.Der Kongressabgeordnete Ron DeSantis gegenüber dem Blatt: „Das Raketenprogramm des Iran ist etwas, das niemals im Laufe dieser Verhandlungen auch nur ernsthaft erörtert worden ist, wie es scheint. Dabei ist es ein sehr, sehr wichtiger Gesichtspunkt“.Er berief sich auf die letzten Enthüllungen des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI) und meinte: Irans Raketenarsenal, das anfangs mit der Hilfe Nordkoreas entwickelt worden ist, wurde beständig in Größe und Qualität erweitert, entgegen dem vom UN Sicherheitsrat über das Programm verhängten Verbot.

Die Kooperation wurde bei dem Besuch nordkoreanischer Experten im Iran vor Kurzem fortgesetzt“.In dem Bericht heißt es weiter: „Beamte des Außenministeriums gaben an, sie würden die Behauptungen untersuchen, nannten dazu aber keine Details.Experten glauben, dass der Iran schon Raketen entwickelt hat, die Europa treffen können und dass er bis zum Ende des Jahrzehnts Interkontinentalraketen haben könnte, die die Vereinigten Staaten treffen könnten, wenn das Programm weiter vorangetrieben wird“.Es wird dort auch Rebecca Heinrichs vom George C Marshall Institut zitiert, die im März vor einem außenpolitischen Unterausschuss im Repräsentantenhaus ausgesagt hat: „Raketen sind für ein Land wie den Iran eine kostengünstige Art, militärisch sehr viel ausgereiftere Länder wie die USA asymmetrisch zu bedrohen. Deshalb sind sie mächtige Waffen, um Zwang auszuüben. Aus diesem Grund hat der Iran ein starkes Motiv, sein Arsenal zu halten und zu verbessern.Der Iran will mehr als eine Atomwaffe. Der Iran will die Möglichkeit haben, seine Feinde glaubhaft mit einer Atomrakete zu bedrohen“, erläuterte sie. „Jedes Abkommen, bei dem es um Irans Atomprogramm geht, muss sein Raketenprogramm einschließen“.Professor David Cooper vom Naval War College sagte gegenüber der Zeitung, dass die Entwicklung von Mittel- und Langstreckenraketen ein genauer Lackmustest für die Bestrebungen des Landes in Bezug auf die Atomrüstung sei ebenso wie bei Pakistan und Nordkorea.Er erklärte: „Erfahrungen aus der realen Welt haben immer wieder gezeigt, dass der langfristige Zeithorizont, die riesigen Ausgaben und das internationale Tabu auf Langstreckenraketenprogramme wirtschaftlich, politisch und militärisch tatsächlich nur Sinn machen im weiteren Kontext einer Ambition, eine Atommacht zu werden.Das ist wohl der stärkste  Indikator dafür, ob die Atomprogramme eines Staates friedlich oder mit Ambitionen für Atomwaffen verbunden sind. Der Iran sagt, sein Programm für Atomwaffen sei friedlich, aber ich würde sagen, dass die Raketen eine andere Geschichte erzählen“.