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Sanktionen- Iranisches Regime verletzt mit Öl – Lieferungen

NWRI- Es scheint so, als würde das iranische Regime immer noch sein Öl verkaufen und damit die US Sanktionen verletzen. Dabei werden dubiose Methoden benutzt, um seine illegalen Aktivitäten zu vertuschen.

Roslan Khasawneh von Reuters hat dies intensiv untersucht, nachdem er im Januar einen anonymen Tip bekommen hat. Es ging dabei um einen Supertanker, der für zwei Wochen quasi verschwand und dann plötzlich wieder an der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate auftauchte. Die Öl – Lieferung des Supertanker wurde von zwei kleineren Schiffen entladen; wahrscheinlich deshalb, um die wahre Quelle seiner Lieferung zu verbergen: Der Iran.

Khasawneh machte sich an die Arbeit und beobachtete die Schiffe, nutzte dabei Satellitendaten von Refinitiv und drei weiteren Institutionen, welche die Routen der Schiffe verfolgen. Dabei wurde deutlich, dass der Supertanker Grace 1 seinen Transponder (automatisches Erfassungssystem) zwischen dem 30. November und dem 14. Dezember ausgeschaltet hatte und er damit nicht mehr verfolgt werden konnte.

Alle großen Handelsschiffe sind verpflichtet, ihre Transponder jederzeit in Betrieb zu haben, damit man ihren Aufenthaltsort kennt. Dies verhindert Unfälle und hilft bei der Bergung der Schiffe. Es gibt keinen guten Grund, den Transponder auszuschalten, aber es ist schwer, dies zu kontrollieren, weil sich die Schiffe meist weit von Land entfernt befinden.

Die Satellitendaten zeigen, dass sich der Tanker nahe des Hafens Bandar Assaluyeh im Iran befand. Weitere Informationen zeigen, dass er voll beladen war, weil das Schiff tiefer im Wasser lag und daher schwerer gewesen sein muss.

Kurz danach traf sich Grace 1 zwischen dem 16. Januar und 22. Januar mit zwei kleineren Tankern rund um Fujairah in den VAE. Als die Schiffe wieder weg fuhren, zeigten die Daten, dass sie nun voll beladen waren.

Khasawneh entschied sich daraufhin, die Reedereien zu kontaktieren, unter denen Grace 1 und die zwei kleineren Schiffe fahren. Er frage sogar bei Journalisten in Bagdad und Tripolis in Libyen nach, ob sie die Manager der Schiffe, Vertreter der Häfen und Handelsagenten dazu befragen würden.

Iships, eine ist Singapur sitzendes Serviceunternehmen, welches auch Grace 1 betreut, gab keine Antwort auf seine Rückfragen und als Khasawneh ihr Büro besuchen wollte, war dort kein Unternehmen zu finden. Man sagte ihm, dass das Unternehmen von dort vor zwei Jahren ausgezogen ist.

Der Manager einer der kleineren Schiffe sagte, dass sie Öl geladen haben, welches aus Basra im Irak kam. Er zeigte sogar ein Zertifikat vor, doch als Reuters seine Echtheit vom irakischen staatlichen Händler SOMO überprüfen wollte, stellte sich heraus, dass es gefälscht war.

Nach der Veröffentlichung seiner Untersuchung sagte ein Vertreter des US Außenministeriums in Washington, dass die Untersuchung zu Aktionen gegen jede Person führen werden, welche dem Iran helfen, die US Sanktionen zu umgehen.