Terrorismus

Spion der Mullahs in Schweden verhaftet

Laut der schwedischen Zeitung Aftonbladet wurde ein Spion des iranischen Regimes in Schweden verhaftet. Er scheint zudem eine Schläferzelle des Ministeriums für Geheimdienste und Sicherheit (MOIS) in Schweden zu geben.

Der 48 Jahre alte Mann wurde vor sieben Monaten von schwedischen Sicherheitsbehörden verhaftet und befindet sich seitdem im Gefängnis, schreibt das Blatt am 12. Oktober 2019. Die Informationen, die man von ihm bisher erhalten hat, geben Hinweise auf eine Reihe von geplanten Angriffen durch das iranische Regime auf mehrere Länder in Europa. Er soll mehrfach betont haben, welche Personen in besonderer Gefahr sind. Das schwedische Steuerbüro hatte bestätigt, dass der Mann vor 10 Jahren nach Schweden gekommen war und später auch die schwedische Staatsbürgerschaft erhalten hat.

In den Jahren danach arbeitete er als Journalist für eine Webseite, die in Schweden in arabischer Sprache erschien. Hans-Jörgen Hanström, der Staatsanwalt in diesem Fall, konnte nicht sagen, ob es Verbindungen zwischen dem Mann und den versuchten Mordanschlag in den Niederlanden gibt, welche von Agenten der Mullahs ausgeführt werden sollten. Zu dem Fall gehörten 1700 Seiten, wo auch Telefonmitschnitte von ihm sowie Auszüge aus seinen Whatsapp Nachrichten aus 2018 in einem großen Umfang enthalten sind.

Hanna Lindblom, die Anwältin des 46 Jahre alten Angeklagten, bleibt in diesem Fall komplett still und streitet alle Anklagepunkte ab.

Der iranische Widerstand hat mehrfach betont, dass die Vertreter der Mullahs außerhalb des Iran – vor allem in den Botschaften – Zentren für Spionage und mögliche Terror- und Mordanschläge in Europa darstellen. In einem Fall wurde ein hochrangiger Diplomat des Regimes, der in Wien arbeitete, in Deutschland verhaftet, nachdem er eine Bombe an zwei Agenten übergeben hatte. Das Paar aus Belgien sollte diese Bombe dann auf der jährlichen Veranstaltung des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) im Juni 2018 nahe Paris zünden.

Assadollah Assadi war der Stationschef des MOIS in Europa. Er wurde von Deutschland an Belgien ausgeliefert. Dort wird ihm wegen der Organisation eines Terroranschlages der Prozeß gemacht.

Hunderte Persönlichkeiten aus allen fünf Kontinenten nahmen zusammen mit 100.000 Menschen an der Versammlung teil. Zwei weitere Agenten wurden später von französischen Sicherheitsbehörden an die belgischen Behörden übergeben, weil sie Komplizen in dem Fall gewesen sein sollen.

Die Regierung von Frankreich setzte das interne Sicherheitsdirektorat und einen hochrangigen Direktor des MOIS für ihre Rolle bei der Planung des Bombenanschlages in Paris auf die Sanktionsliste.

In seinem jährlichen Bericht warnte der Bundesverfassungsschutz in Deutschland davor, dass Agenten des MOIS nicht nur Mitglieder der iranischen Opposition ausspionieren und sogar Terroranschläge gegen sie planen.

In einem anderen Fall wurde der Botschafter des iranischen Regimes in Albanien, Gholam-Hossein Mohammdnia, sowie sein Stellvertreter aus dem Land ausgewiesen. Beide sollen an der Planung eines Bombenanschlages auf die Neujahrsfeier in Ashraf 3 verantwortlich gewesen sein. Ashraf 3 ist die neue Heimat von Tausenden Mitgliedern der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK), der größte Oppositionsgruppe.

Bei diesem Event waren mehrere Persönlichkeiten und Vertreter eingeladen, unter anderem der Kabinettsminister aus Albanien und Bürgermeister Rudy Guiliani, die an diesem Abend eine Rede halten wollten. Die albanische Polizei deckte den Anschlag vorher auf und beschlagnahmte unter anderem einen Laster, der mit Sprengstoff beladen war und in der Nähe von Ashraf 3 parkte.