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Teheran rekrutiert afghanische Kinder für Kriegseinsätze im Ausland

NWRI – Die Revolutionsgarden des iranischen Regimes (IRGC) rekrutieren Kinder für den Kampf in Syrien im Namen des Regimes. Es betrifft vor allem Kinder aus Afghanistan, die in den Iran gegangen sind und die gerade einmal 14 Jahre alte sind.

Untersuchungen von Human Rights Watch zeigen, dass es entsprechende Grabsteine auf Friedhöfen im Iran gibt.Die Kindersoldaten aus Afghanistan kämpfen in der Fatemiyoun Division, einer bewaffneten Einheit, die ausschließlich mit Afghanen besetzt ist. Sie kämpfen gemeinsam mit den Truppen von Bashar Assad in Syrien.

Laut internationalem Recht ist das Rekrutieren von Kindern unter 15 Jahren verboten und wird als Kriegsverbrechen angesehen. Selbst iranische staatliche Medien haben darüber berichtet, dass zahlreiche afghanische Kinder im Krieg in Syrien getötet worden sind.

Als Meister der Täuschung habe die iranischen Behörden einige Informationen auf einigen Gräbern verändert und ihnen Geburtsdaten eingetragen, welche die gefallenen Kindersoldaten über 18 Jahre alt macht, doch Angehörige bestätigten, dass ihr wahres Alter beim Eintritt in die Division nicht erhoben wurde. Alleine diese Tatsache lässt darauf schließen, dass es weit mehr Fälle von Kindersoldaten gibt, als es den Anschein hat.

Human Rights Watch forderte den Iran auf, mit der Rekrutierung von Kindern sofort aufzuhören. Die Organisation sagte, dass es in der Verantwortung des Iran liegt, Kinder zu schützen, die dort leben. Die Direktorin für den Mittleren Osten, Sarah Leah Whitson, sagte dazu:“ Der Iran sollte sofort damit aufhören, Kindersoldaten zu rekrutieren und alle Kinder von der Front abziehen, die in Syrien kämpfen. Anstatt für die verletzlichen Flüchtlingskinder zu beten, sollten die iranischen Behörden alle Kinder schützen. Sie sind für die Rekrutierung von afghanischen Kindern verantwortlich.“

Die Situation der afghanischen Flüchtlinge im Iran ist katastrophal. Die iranischen Behörden weisen viele von ihnen aus und viele andere wurden für das Versprechen eines Aufenthaltstitels nach Syrien geschickt. Der Iran macht zudem finanzielle Versprechen, vor allem für diejenigen Flüchtlinge, die sich illegal im Land befinden. Der Iran selbst sagt zu den Vorwürfen, dass es sich um „Freiwillige“ handelt, die für den Iran kämpfen möchten, doch es ist eindeutig, dass sie es nur tun, weil sie keine andere Wahl haben.

In den letzten vier Jahren wurden Tausende Afghanen von den Revolutionsgarden trainiert. Die Fatemiyoun war originär eigentlich nur eine Brigade, aber durch ihren massiven Anstieg an Soldaten ist sie nun eine Spezialdivision. Die genaue Anzahl der Kämpfer ist unbekannt, aber man geht von rund 14.000 Männern in dieser Division aus.

Im letzten Jahr berichtete eine iranische Nachrichtenagentur darüber, dass der Vater eines afghanischen Kindersoldaten, der in Syrien fiel, behauptete, dass das Geburtsjahr seines Kindes fehlerhaft eingetragen wurde. Er soll laut Grabstein 1995 geboren sein, während er in Wahrheit 1999 geboren wurde. Die iranischen Behörden haben ihn bei seiner Rekrutierung weder nach Geburtsurkunden noch nach einem Pass gefragt. Ein weiterer Afghane bestätigte, dass die Behörden den Rekruten versprechen, dass sie einen Aufenthaltsstatus bekommen, wenn sie in der Division kämpfen.