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Versuchter Terroranschlag auf MEK war die Reaktion des iranischen Regimes auf die Aufstände im Iran

Von Majid Hariri

Im Dezember 2017 begannen die landesweiten Proteste und Aufstände im Iran in mehr als 140 Städten und hochrangige Vertreter des Regimes machten dafür die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) verantwortlich und sie drohten ihnen mit schweren Konsequenzen!

Der Kommandeur der Revolutionsgarden Ali Shamkhani (Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des iranischen Regimes) sagte am 1. Januar 2018 (am 5. Tag der Proteste):“ Die Einmischung diverser Organisationen aus Übersee sollen den Iran an einer Weiterentwicklung hindern und das Land spalten“. In Bezug auf die MEK sagte er:“ Diejenigen, die für diese Proteste verantwortlich sind, werden in unerwarteter Weise ihren Preis dafür zahlen“.

In einer 60 Minuten andauernden Telefonkonferenz vom 2. Januar 2018 bat Rouhani den französischen Präsidenten, gegen die MEK aktiv zu werden, die in Frankreich ihren Hauptsitz hat. Die französische Zeitung Le Figaro schrieb dazu:“ Die Vertreter im Élysée Palast sagten, dass die iranischen Vertreter bisher nie die MEK in den Gesprächen mit Frankreich erwähnt hatten.“

Am 9. Januar bestätigte auch Khamenei die Rolle der MEK bei den Protesten im Iran und er drohte ihr:“ Sie werden damit nicht ohne Konsequenzen davon kommen“ und „Studenten und Nicht – Studenten, die an den aktuellen Konflikten teil nehmen, bekommen von uns Gesprächsangebote und werden gehört werden, aber die MEK wird eine gesonderte Behandlung erfahren.“

Als der geplante Terroranschlag des iranischen Regime am 30. Juni 2018 aufgedeckt und vereitelt wurde, wurde deutlich, was die Drohungen bedeuteten. Das Regime ist zweifelsfrei nicht in der Lage, die Wünsche des Volkes zu befriedigen und seine letzte Aufgabe besteht darin, die MEK mit einem massiven Terroranschlag zu treffen, in der Hoffnung, dass damit die Zerrüttung des Regimes gestoppt wird.

In einer Erklärung des Generalbundesanwaltes von Deutschland vom 11. Juni wurde deutlich, dass die Justiz einem Haftbefehl gegen Asadollah Asadi (ein terroristischer Diplomat der iranischen Mullahs) wegen des Verdachts der Spionage und des geplanten Mordes ausgestellt hatte. Laut dieses Berichtes hat Assadi im März 500 Gramm TATP Sprengstoff an ein Paar aus Antwerpen übergeben und es gebeten, einen Terroranschlag auf der großen Versammlung der Iraner in Paris am 30. Juni 2018 zu verüben.

Zwei Wochen vor der Versammlung machten Vertreter des Regimes eine weitere Serie von verbalen Drohungen gegen die MEK, was deutlich macht, dass dieser Anschlag monatelang geplant war (Zeitraum Januar – Februar 2018). Das Regime schien zuversichtlich, dass es diesen Anschlag durchführen kann und darauf deuten auch die Worte von Javad Karimi Ghodoosi, einem Mitglied des Sicherheitsrates und der Außenpolitik, vom 14. Juni hin, der falsche Nachrichten verbreitete. Er sagte:“ John Bolton, der Berater des US Präsidenten, hat erklärt, dass er eine Überraschung für den Iran bereit hält, die er diesen Monat veröffentlichen wird.“

Am 19. Juni veröffentlichte Hesamodin Ashna, ein früherer Stellvertreter des Informationsministeriums des Regimes und Berater von Rouhani, einen Tweet, in dem er vage Drohungen gegen die Anführerin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) äußerte. Danach gab es weitere Berichte in diversen Medienplattformen, wo es über die „teuflischen Ambitionen des NWRI“ ging.

Der NWRI berichtet dazu:“ Der Terroranschlag wurde vom obersten Führer des iranischen Regimes, dem Präsidenten, dem Außen- und Sicherheitsminister, dem Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, den Anführern der Revolutionsgarden, Qods Force und dem Informationsministerium mehrere Monate zuvor abgesegnet.“

All dies beweist, wie schwach das Regime ist und wie verzweifelt es versucht, seinen Sturz hinaus zu zögern. Es hofft, dass es durch Schaden an seiner Alternative NWRI und seiner Anführerin Maryam Rajavi sein Überleben verlängert, doch es müsste wissen, dass das iranische Volk weiter kämpfen wird, egal wie viele Anschläge es gibt und wie viele Menschen dabei sterben müssen.