PresseerklärungTerrorismusWiderstand

Was über den in Dänemark inhaftierten Agenten bekannt geworden ist.

Mohammad Davoudzadeh Lului, 39, ein Offizier des Ministeriums für Nachrichtendienste, steht seit 10 Jahren im Dienst des iranischen Ministeriums für Nachrichtendienste (MOIS). Er wurde am 21. Oktober 2018 auf dem Flughafen von Göteborg in Schweden verhaftet auf Ersuchen der dänischen Regierung, als er aus dem Iran zurückgekehrt ist. Er wurde polizeilich gesucht für die Teilnahme an einem terroristischen Plan gegen iranisch arabische Bürger von Dänemark.

Sein Austausch von Informationen mit dem Botschafter des Iran und der Botschaft in Norwegen beweist einmal mehr, dass die Botschaften und Agenturen des Kleriker-Regimes und seine Diplomaten aktiv mit Terrorismus beschäftigt sind und dass sie spionieren mit Hilfe diplomatischer Einrichtungen. Eine bedeutende Zahl von Agenten der terroristischen Qods Armee und des berüchtigten Ministeriums für Nachrichtendienste begehen Verbrechen in verschiedenen Ländern in der ganzen Welt unter diplomatischem Deckmantel und verwalten und füttern danach Netze von Agenten des Regimes unter verschiedenen Vorwänden. In den letzten Monaten wurden, abgesehen von dem Fall von Assadollah Asadi (Diplomat des Regimes in Österreich), der im Belgien im Gefängnis sitzt, zwei terroristische Diplomaten aus den Niederlanden und ein anderer terroristische Diplomat aus Frankreich jeweils aus diesen Ländern ausgewiesen.

1- Davoudzadeh, geboren in Ahwaz und lange wohnhaft in Isfahan, wurde 2008 nach Norwegen entsandt, wobei er vorgab, ein Flüchtling zu sein, der die norwegische Staatsbürgerschaft erwerben wollte. Dadurch bekam er Zugang zu einer Reihe von Einrichtungen, um die Aufgaben zu erfüllen, die ihm vom MOIS gestellt wurden. Trotz seines rechtlichen Asylstatus ist er mehrmals in den Iran gereist. Dies wird als Untergrabung des Vertrauens gegenüber allen Flüchtlingen angesehen und kann nach der Genfer Konvention und den norwegischen Gesetzen zu einer dauerhaften Aberkennung des Asylstatus führen.

2- Davoudzadeh hat aktiv mit der Botschaft des Regimes in Oslo und Botschafter Mohammad Hassan Habibollahzadeh kommuniziert. Am 9. November haben norwegische Medien ein Foto von ihm bei einem Treffen anlässlich einer Zeremonie in der Botschaft des Regimes veröffentlicht, die das iranische Neue Jahr von 1397 betraf. Darauf ist der Agent in der vordersten Reihe neben dem norwegischen Fischereiminister Per Sandberg zu sehen und außerdem neben einer iranischen Agentin namens Bahareh Heidari (Letnes). Der Botschafter des Regimes ist auch dabei.

Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass das iranische Regime sich eifrig bemüht hat, den norwegischen Minister mit der gleichen Frau in eine Falle zu locken. Er ist mehrmals in die Botschaft des Regimes gegangen ohne das Einverständnis der norwegischen Regierung und ist ebenfalls in den Iran gereist; dies führte zuletzt zum Rücktritt von Per Sandberg aus der Regierung und dem Austritt aus seiner Partei. Jemanden mit Agentinnen in eine Falle zu locken, ist eine schmutzige und bekannte Taktik des Nachrichtendiensts des Regimes in Norwegen und in anderen Ländern.

3- Davoudzadeh war im vergangenen Jahr damit beauftragt, Verbindungen zu PMOI und NWRI zu bekommen. Um sich Vertrauen zu erschleichen, kontaktierte der Agent Unterstützer der PMOI in Oslo, die an einer Kundgebung zur Bloßstellung des Regimes teilgenommen hatten, und bat sie, ihn mit der PMOI bekannt zu machen.

Zuletzt traf ein Mitglied der PMOI in Oslo ihn in einem Café und befragte ihn. Danach wurde durch Widersprüche in seinen Aussagen und Akten klar, dass er kein Dissident  war und wahrscheinlich eine Mission hatte, derentwegen er Scheinfirmen eingerichtet hatte.

4- Weitere Nachforschungen machten eine solche Mission und seine Agenteneigenschaft   immer wahrscheinlicher. Im Februar 2018 wurde die Sache im Detail mit den Behörden in Norwegen erörtert, um weitere Spionagetätigkeiten und terroristische Verschwörungen abzuwenden. In den darauffolgenden Monaten trat der Agent wiederum mit einigen Unterstützern der PMOI in Kontakt, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen mit Taktiken wie der Behauptung, wichtige Informationen zu haben, die er der PMOI liefern wolle. Das wurde aber ignoriert.

5- Eine der Missionen Davoudzadehs in Oslo war die Bildung von kommerziellen Scheinfirmen und Assoziationen zur Spionage und zur Vorbereitung von Terrorhandlungen und Umgehungen der Sanktionen. Zum Beispiel bildete er zusammen mit zwei anderen, nämlich Marjan Gharib (einer Verwandten von Davoudzadeh) und Parviz Khodabandeh Shrahraki, eine Gruppe, die Norwegisch-Iranische Freundschaftsassoziation genannt wurde, mit der norwegischen Registrierungsnummer 919663235. Um verbotenes Material und Güter über Davoudzadeh in den Iran zu bringen, richtete der Nachrichtendienst des iranischen Regimes Scheinfirmen in Bam ein, das als von Erdbeben erschütterte Stadt Baumaterial und besonderen Beistand benötigt. Zu diesem Zweck traf sich Davoudzadeh mit dem Manager der  Eghtesad Nowin Bank in Teheran zur Koordination, um die Umgehung von Sanktionen zu planen. Außerdem lieferte er in Koordination mit der Botschaft des Regimes in Oslo der Soccer-Mannschaft von Bam die  Papiere zum Besuch von Norwegen und arbeitete eng mit Imami, dem Dolmetscher der Botschaft, zusammen.

6- Der Geheimdienst wurde dadurch überrascht, dass dieser Agent in Dänemark enttarnt und ins Gefängnis gebracht wurde. Er zwang deshalb seinen Bruder (Mohammad Reza Davoudzadeh) in Isfahan, zu garantieren, dass er und die anderen Mitglieder seiner Familie Schweigen über die Inhaftierung von Mohammad Davoudzadeh bewahrten. Falls irgendjemand Fragen in dieser Richtung stellen sollte, solle das umgehend dem MOIS mitgeteilt werden.

7- Die staatliche Tageszeitung „Iran“, die mit Rohanis Clique in Verbindung steht, schreibt in einem Artikel vom 3. November 2018 unter der Überschrift „Die Notwendigkeit, die dänische Angelegenheit zu beobachten“, um die Zusammenhänge zu verschleiern: „Wenn es irgendeine  Verbindung zwischen der verhafteten Person mit iranischen Bürgern gibt, so liegt das jenseits des Wissens der Politiker des Landes. In so einem Fall ist eine Entscheidung notwendig, solchen willkürlichen Handlungen die Wurzeln zu entziehen. Die vergangene Erfahrung über Serienmörderfälle hat gezeigt, dass es gelegentlich Kräfte gibt, die willkürlich handeln und dass die Regierung und die Politiker den Preis dafür bezahlen müssen … In allen solchen Fällen, die sich gegen das Establishment richten, müssen wir die Spur der Kollaboration des israelischen Geheimdienstes mit der PMOI auffinden“.

Der Außenminister der Mullahs Javad Zarif hat gegenüber einem Abgeordneten des Majlis am 5. November 2018, der ihn über geheime Annexe der Atomanlagen befragt hatte, ausdrücklich geäußert: „Wir sind kein System, das willkürlich handeln würde… es ist nicht möglich, etwas in diesem Land zu tun, ohne dass darüber berichtet wird“.

Auf der anderen Seite schreibt die dänische Tageszeitung Jyllands-Posten auf der Grundlage eines Booklets, das sie von der iranischen Botschaft in dem Land bekommen hat: Sie haben von der iranischen Botschaft ein Booklet  bekommen, das die Namen einiger iranischer Exilanten enthält, die als Terroristen eingeordnet werden… zwei frühere Chefs im Apparat des Nachrichtendiensts glauben, dass dies eine Art Terrorliste ist. Dänische Politiker haben um eine Untersuchung über die „Todeslisten“ des iranischen Regimes ersucht.

8- Die Aktivitäten des MOIS in Norwegen wurden besonders koordiniert und kontrolliert von Mohammad Hassan Habibollah Zadeh, dem Botschafter der Mullahs in dem Land. Den Aufgaben nach zu schließen, die  vergeben wurden, achtet das MOIS besonders auf Norwegen wegen der „offiziellen Präsenz der PMOI und des NWRI“ in dem Land und das Direktorat zur Gegenspionage in dem Ministerium verfolgt alles, was in diesem Zusammenhang passiert.

In Anbetracht der Anschlagspläne des MOIS in Albanien, Belgien, Frankreich, den Vereinigten Staaten und Dänemark und der Verhaftung und Ausweisung von Terroristen mit Diplomatenstatus, betont der Iranische Widerstand noch einmal, dass es nötig ist, umgehend das MOIS in die Terrorlisten der USA und der EU aufzunehmen und die Agenten des religiösen Faschismus zu verhaften, zu bestrafen und auszuweisen.

Nationaler Widerstandsrat Iran Ausschuss für Sicherheit und Terrorabwehr 11. November 2018

Mohammad Davoudzadeh Lului, Geheimdienstagent-Norwegischer Minister und Agentin aus dem iranischen Nachrichtendienst – Mohammad Hassan Habibollahzadeh Botschafter des Iranischen Regimes in Norwegen