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Wirtschaft Irans : Merkwürdige Entscheidung

NWRI – Anfang des Monats gaben die Anführer im Iran bekannt, dass der Wert seiner Reserven nicht mehr länger in US Dollar angegeben wird, sondern nur noch in Euro. Diese Nachricht verblüfft und sie könnte als ein Maßnahme gegen die USA angesehen werden.

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA flammen zur Zeit wieder auf, weil die Frist vom 12. Mai näher rückt, die Präsident Trump in Bezug auf den Atomdeal von 2015 gesetzt hat.

Der Wechsel der Währungsangabe in Euro ändert jedoch nichts an der wirtschaftlichen Situation im Iran. Sie macht das Land nicht reicher und sie löst keine der aktuellen Wirtschafts- und Währungskrisen. Und es interessiert die USA auch nicht.

Die Inflation im Iran wird dadurch nicht gestoppt. Zudem benennen viele Ländern den Wert ihrer Reserven in Euro. Also warum tut man das?

Die Inflation ist vor allem für das iranische Volk ein großes Problem. Die Menschen kämpfen mehr denn je damit, ihre notwendigen Dinge zum Leben, ihre Stromrechnungen, ihre Lebensmitteleinkäufe usw. bezahlen zu können. Fast ein Viertel der Jugendlichen im Iran hat – laut Statistiken des iranischen Regimes – keinen Job. Die wahre Zahl dürfte gar noch höher liegen.

Ein weit größerer Schlag für die wirtschaftliche Lage wäre, wenn das Regime entscheidet, seine Ölverkäufe in Euro statt in Dollar zu tätigen. Das Öl ist mit Abstand das größte Exportgut des Iran. Alle anderen Ölnationen handeln in Dollar. Ein Handel in Dollar bringt einige Vorteile. Simon Constable, ein Experte auf diesem Gebiet und Mitarbeiter im Johns Hopkins Institute for Applied Economics, Global Health and the Study of Business Enterprise erklärte, dass der Dollar „die Effekte der Schwankungen im Ölkreislauf der Wirtschaft eines Ölexporteurs dämpft.“

Die Länder, die in Dollar handeln reduzieren die wirtschaftlichen Risiken in der Ölindustrie im sogenannten „Boom-Bust-Zyklus“.

Constable erklärt, wie dies funktioniert:“ Der Wert des Dollar und der Preis von Öl (in Dollar) korreliert sehr stark entgegengesetzt (minus 80-90%). Wenn der Dollar an Wert gewinnt, dann sinkt in der Regel der Preis für einen Barrel Öl. Das bedeutet, wenn die Erlöse für Ölexporte fallen, dann wird der Dollar mehr auf dem Markt gekauft. Wenn der Dollar fällt, dann steigt der Preis von Öl. Dann wird der Dollar wieder verkauft. Das heißt, dass wir am Ende der Gleichung immer einen Teil haben, der von der jeweiligen Situation profitieren wird und es so irgendwann einen Ausgleich gibt.“

Daher wäre die Entscheidung des Iran, in den Euro zu gehen, mit wirtschaftlichen Turbulenzen verbunden. Dies könnte zu einer Situation führen, die dann eine „Sackgasse zum Sturz“ durch den iranischen Widerstand bedeuten könnte.