Nahen Osten

Amnesty: Irakische schiitische Milizen begehen ‚Kriegsverbrechen’

Amnesty: Irakische schiitische Milizen begehen ‚Kriegsverbrechen’

Erstellt: 17. Oktober 2014

NWRI-Schiitische Milizen begehen mit der Rückendeckung der irakischen Armee Kriegsverbrechen gegen Zivilisten und benutzen die Schlacht gegen ISIS als Vorwand,

um Angriffe aus ‚Rache‘ gegen Mitglieder der sunnitischen Gemeinschaft zu begehen,erklärte Amnesty International am Dienstag.Amnesty International teilt mit: „Die wachsende Macht der schiitischen Milizen hat insgesamt zu einer Verschlechterung in Bezug auf die Sicherheit und zu einer Atmosphäre der Gesetzlosigkeit  beigetragen“, und ruft die Regierung von  Premierminister Haidar al-Abadi auf, die Dutzende von Milizen an die Zügel zu legen, die im ganzen Irak Zivilisten ins Visier nehmen.Der Wächter über die individuellen Rechte hat die Regierung in Bagdad angeklagt, weil sie schiitische Kämpfer unterstützt und bewaffnet, die „schonungslos auf konfessioneller Basis sunnitische Zivilisten ins Visier nehmen unter der Verkleidung des Kampfes gegen Terrorismus“.„Indem sie den Milizen, die gewohnheitsmäßig solche abscheulichen Misshandlungen begehen, ihren Segen erteilt, sanktioniert die irakische Regierung Kriegsverbrechen und nährt einen gefährlichen Kreislauf konfessioneller Gewalt, der das Land zerteilt“, äußerte Donatella Rovera, die hochgestellte Beraterin zur Reaktion auf Krisen bei Amnesty International.

Amnesty sagt aus, es habe Beweise gesehen für „Dutzende“ von „willkürlichen Morden in der Form von Hinrichtungen“ gegen Sunniten im ganzen Irak ebenso wie für sunnitische Familien, die zehntausende Dollar bezahlen mussten, um entführte Angehörige zu befreien. Viele der Gekidnappten werden immer noch vermisst und manche wurden getötet, obwohl ihre Verwandten beträchtliche Lösegelder gezahlt haben, um ihre Freilassung sicher zu stellen, schreibt die Gruppe in einem Bericht. Der Wächter hat auch das Militär der irakischen Regierung schwerer Rechtsverletzungen bezichtigt, darunter bewiesener „Folter und schlechter Behandlung von Inhaftierten und des Todes in Gefangenschaft“ von Häftlingen, die wegen Terroranklagen einsitzen.„Mehrere aufeinanderfolgende irakische Regierungen haben eine gefühllose Missachtung grundlegender Prinzipien von Menschenrechten zur Schau gestellt“, erklärte Rovera.„Die neue Regierung muss jetzt den Kurs ändern und effektive Mechanismen zur Untersuchung von Misshandlungen in Kraft setzen“.