FundamentalismusNahen Osten

Irak: Bei einer Demonstration gegen das iranische Regime wurden Demonstranten getötet

Von Amir Taghati

Am Sonntag wurden, so eine ärztliche Quelle, im Süden des Irak zwei Demonstranten getötet und Dutzende verletzt, nachdem die Proteste gegen die Arbeitslosigkeit, den Mangel an Grundversorgung und die Einmischung des Iran in das Land in die zweite Woche eingetreten waren.

Die Demonstranten wurden vor dem Hauptquartier des Gouverneurs in Samawah – südlich von Bagdad – erschossen, während weitere 27 Personen verletzt wurden.

In Bagdad blockierten hunderte Demonstranten eine Autobahn; sie skandierten: „Iran hinaus, hinaus! Bagdad ist frei!“ sowie: „Das Volk will das Regime stürzen“. In Samawah und Basra setzten Demonstranten die Büros der vom Iran unterstützten Organisation „Badr“ in Brand; daraufhin verhängte die Polizei eine Ausgangssperre.

Diese Proteste haben sich in mehreren Provinzen des Irak verbreitet; denn die versprochenen Investitionen kamen nicht zustande, und die staatlichen Dienste verfehlen die Anliegen des Volkes, doch die Sicherheitskräfte unterdrücken die Proteste gewalttätig, und dies, obwohl der Premierminister vor dem Einsatz von Schusswaffen gegen die unbewaffneten Demonstranten gewarnt hatte.

Das irakische Volk ist vollkommen im Recht, wenn es sich über diese Probleme seines Landes entrüstet – und besonders über die Einmischung eines fremden Staates in seine Regierung.

Iranische Einmischung im Irak

Der Iran mischt sich massiv in die irakische Regierung ein – sowohl hinter dem Vorhang als auch offen – und dies seit der Invasion der USA und ihrem Rückzug aus dem Irak, womit ein Machtvakuum entstand, das die Mullahs fröhlich füllten. Es liegen sogar Beweise dessen vor, dass sie sich in die Wahlen einmischten, die im Mai in Irak stattfanden.

Iranische Einmischung im Nahen Osten

Natürlich ist der Irak nicht das einzige Land des Nahen Ostens, mit dem sich der Irak unrechtmäßig verbunden hat. Das iranische Regime, den Nahen Osten mit einem schiitischen Gürtel zu überziehen. Es mischt sich in viele Länder der Region ein – entweder durch Unterstützung der Staatsoberhäupter gegen Aufstände oder durch Unterstützung terroristischer Stellvertreter, zum Sturz demokratisch gewählte Staatsführer.

Schlüsselbeispiele des iranisch-schiitischen Gürtels befinden sich in Syrien, im Jemen und im Libanon.

Im Libanon unterstützt der Iran die Miliz Hisbollah – mindestens schon seit 1982. Diese – finanzielle und militärische – Unterstützung hat zu einer Auslese der Hisbollah im Libanon geführt; der Iran versucht mit den „Einheiten der Volksmobilisierung“ im Irak ein Analogon.

Im Jemen unterstützt der Iran die Miliz der Huthis; er versorgt sie mit Geld, Waffen und Ausbildung. Er hat sogar ballistische Raketen geliefert; sie wurden auf Saudi-Arabien abgefeuert.

In Syrien unterstützt der Iran den Diktator Bashar Assad mit verschiedenen Milizen, darunter die besagten „Einheiten der Volksmobilisierung“ und die Hisbollah – zur Niederschlagung des protestierenden Volkes und Unterstützung von Assad.

Das iranische Volk ist darüber empört, dass sein Geld von den Mullahs eingesetzt wird, um Kontrolle über den Nahen Osten zu gewinnen. Es fordert das Regime auf, die Einmischung in der Region zu unterlassen. Die entsprechenden Rufe können während des Aufstands dieses Jahres auf den meisten Demonstrationen im Iran gehört werden