MenschenrechtePresseerklärung

Iran- Ermordung von drei weiteren inhaftierten Jugendlichen in den Folterzentren

Aufstände im Iran – Nr. 46

Der iranische Widerstand drückt sein Beileid für die Ermordung von Kianoush Zandi, Sarou Ghahremani und Mohammad Nassiri, die während der Aufstände des iranischen Volkes verhaftet wurden, an seine Familien, Freunde, Gefährten und alle protestierenden Menschen im Iran aus. Er fordert die internationale Gemeinschaft auf, sofortige Schritte einzuleiten, damit die inhumanen Verbrechen des Regimes beendet werden. Das Blut dieser ermordeten Freiheitskämpfer wird sicher zu einem Ende der Wurzeln des brutalen Velayat-e Faqih Regimes im Iran führen und es wird den Iran von diesem mittelalterlichen Regime befreien.

Sarou Ghahremani aus Sanandaj verschwand am 3. Januar. Nachdem seine Familie über sein Schicksal nachfragte, gaben Geheimagenten aus Sanandaj bekannt, dass ihr Kind in der Nacht am 12. Januar gestorben ist.

Kianoush Zandi, ein Absolvent für Ingenieurwesen aus der Universität in Sanandaj, verschwand am 4. Januar. Sein Leichnam wurde am 14. Januar vom Geheimdienst aus Sanandaj an seine Familie übergeben. Die Henker des Geheimdienstes sagten ihnen, dass er bei den Demonstrationen getötet wurde. Doch es waren klare Spuren von Folter an seinem Körper zu sehen, die von Geheimdienstagenten des Regimes zugefügt wurden.

Aus Angst vor dem eigenen Volk verweigerten Söldner des Regime der Familie von Sarou Ghahremani und Kianoush Zandi das Abhalten einer Beerdigungszeremonie und sie verboten ihnen, jegliche Informationen über den Tod ihrer Kinder zu verbreiten. Die Bürger von Sanandaj jedoch gedachten dennoch am 14. Januar den ermordeten Freiheitskämpfern in der Farajeh-Shahr Moschee, trotz intensiver Präsenz von unterdrückenden Einheiten.

Mohammad Nassiri, ein Jugendlicher aus Zanjan, wurde nach der Verhaftung durch Agenten des Geheimdienstes des Regimes ermordet. Bei der Übergabe seines Leichnams logen die Söldner und sagten, er hätte Selbstmord begangen.

Das klerikale Regime behauptet dies auch bei Sina Qanbari, der im Evin Gefängnis ermordet wurde, sowie bei Vahid Heydari, der in einer Polizeistation in Arak starb.

Der iranische Widerstand ruft die iranische Öffentlichkeit, vor allem seine Jugendlichen, auf, gegen die Verbrechen des klerikale Regimes, vor allem in den Gefängnissen, zu protestieren und die Angehörigen der Freiheitskämpfer und Inhaftierten zu unterstützen. Der iranische Widerstand ruft den UN Hochkommissar für Menschenrechte auf, eine Untersuchungskommission einzusetzen, welche die Situation in den Gefängnissen und der politischen Gefangenen untersucht, vor allem derjenigen, die bei den aktuellen Aufständen inhaftiert wurden. Sie muss die Grundlagen für ihre bedingungslose Freilassung schaffen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
15. Januar 2018