InternWiderstand

Iraner rufen “Tod für Rouhani”

NWRI-vTausende verärgerte Iraner trafen sich in den letzten Wochen zu verschiedenen Anti  – Regime Protesten. Dabei riefen sie „Tod für Rouhani“ und zu einem Ende des „verdorbenen“ Regimes auf. Teilnehmer waren vor allem Stahlarbeiter, Fabrikarbeiter, Lehrer und Händler, die an landesweiten Protesten teilnahmen, in denen sie die Zahlung ihrer Gehälter, bessere Arbeitsbedingungen und die Freilassung von inhaftierten Kollegen forderten.

Hossein Abedini, ein iranischer Dissident, der mit dem Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) zusammen arbeitet, sprach über die Proteste und betonte dabei, dass die Demonstranten öffentliche Hinrichtungen riskieren, wenn sie an solchen Protesten gegen die Mullahs teil nehmen.

Abedini war selbst das Opfer eines Mordanschlages durch das iranische Regime in der Türkei. Er sagte:“ Das iranische Volk hält das ganze Regime von Grund auf für verdorben. Während der Proteste riefen die Menschen ‚Nieder mit Khamenei‘ und ‚Tod für Rouhani‘. Der Iran ist aktuell in einer sehr explosiven Lage. Es gibt im ganzen Land Massenproteste und Streiks. Was einst im Dezember letzten Jahres begann, hat sich nun auf das ganze Land ausgebreitet.“

Die Proteste begannen im Dezember 2017 wegen gestiegener Preise für diverse Lebensmittel und Waren. Die Proteste sind seitdem in Menge und Anzahl gestiegen und die Demonstranten rufen nun:“ Selbst wenn wir sterben: Wir werden unsere Rechte bekommen.“

Dies hat das Regime bis ins Mark erschüttert und die Mullahs können die Proteste nicht mehr länger unterdrücken. Kürzlich wurde Sadegh Larijani, der Leiter der Justiz des Regimes, zur Haft Tappeh Zuckerfabrik geschickt und er sollte die Arbeiter einschüchtern. Er scheiterte kläglich. Das Regime nutzt seine staatlichen Sicherheitskräfte, seine Spezialeinheiten und seine Agenten in Zivil, um die Demonstrationen zu verhindern, doch die Arbeiter widersetzen sich immer mehr. Die Streiks bei Haft Tappeh und der Stahlarbeiter in Ahvaz gehen weiter, bereits in die dritte Woche.

In einem Video, welches Online kursiert, sieht man Stahlarbeiter aus Ahvaz (Südwestiran), die sich vor Regierungsgebäuden versammeln und durch die Blockaden der unterdrückenden Sicherheitskräfte brechen und dann durch die Straßen marschieren. Auf ihrem Marsch schließt sich eine Gruppe von jungen Ahvazi an. Sie rufen: „Wir stehen zusammen, wir sterben zusammen, wir bekommen unsere Rechte. Die Arbeiter mögen sterben, aber sie werden sich nicht mehr erniedrigen lassen.“

Es scheint nun eindeutig zu sein, dass die Proteste so lange weiter gehen werden, bis es einen Regimewandel gibt und die Mullahs gestürzt sind.

Abedini war damals in der Türkei, als Agenten des Regimes sein Auto rammten und ihn in die Nähe seines Herz schossen, weil er offen seine Opposition zum Mullahregime geäußert hatte.

Er sagte:“ Ich habe überlebt und so werde ich meinen Kampf gegen das Regime fortsetzen.“