MenschenrechtePresseerklärungWiderstand

Landesweiter Streik der Lehrer im Iran

Seit Dienstagmorgen, dem 13. November, weigern sich die tapferen Lehrer, in die Schulklassen zu gehen und sie nahmen stattdessen an Sit-ins in den Schulen teil. Dieser Streik wird begonnen zum Zeitpunkt, an dem die repressiven Kräfte versuchen, sie einzuschüchtern nach dem landesweiten Sit-in im vergangenen Monat, wobei Lehrer verhaftet und vorgeladen und vielfältige Drohungen geäußert werden.

Die Lehrer sind in den Streik getreten, um gegen die Unterdrückung und Inhaftierung von Lehrern, die Verschlechterung der Lebenshaltung, die unkontrollierte Inflation und den Rückgang der Kaufkraft zu protestieren, und sie fordern eine Beseitigung der Diskriminierung arbeitender und pensionierter Pädagogen.

Die Protestbewegung fand außer in Teheran in verschiedenen Städten statt, darunter Isfahan, Ahwaz, Kermanshah, Karadsch, Ilam, Ardebil, Baneh, Sakez, Jolfa, Babol, Sari, Shahriar, Yazd, Marivan, Ivan West, Hamedan, Sanandadsch, Shahrekord, Chaboksar, Shiraz, Lamerd, Homayounshahr, Saveh, Jam Township, Bushehr und andere.

In vielen Städten wie in Marivan, Divandareh, Sanandadsch, Shiraz und Isfahan, schlossen sich die Schüler dem Streik der Lehrer an. In Sanandadsch unterstützten auch Eltern den Streik der Lehrer.

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Iranischen Widerstands, beglückwünschte die Lehrer und  Pädagogen, die zu Sit-ins gegangen sind, um ihre Rechte zu vertreten und rief die frustrierte Öffentlichkeit auf, besonders die Jugend, sich mit ihnen zu solidarisieren: „Die antikulturelle und antiiranische Diktatur der Mullahs hat die Kultur und das Bildungswesen zerstört. Die katastrophale Situation der arbeitenden und pensionierten Lehrer ist ein Produkt der Ausplünderung und der repressiven Politik des anti-kulturellen Kleriker-Regimes und sie wird immer schlimmer, je länger das Regime an der Macht ist. Ein Regime, das nur Folter und Hinrichtung, Krieg und Terror, Armut, Arbeitslosigkeit, Korruption und Ausplünderung für die Bevölkerung im Iran gebracht hat“.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran 13 November 2018