FundamentalismusNahen Osten

Libanon als Basis für unheilbringende Operationen Irans

NWRI – Der Libanon ist ein kleines Land mit einem unglaublichen Einfluss von außen und wegen der inneren Instabilität bleibt es durch und durch in viele regionale Krisen involviert.

Als der libanesische Premierminister Saad Hariri Anfang des Monats bei einem Aufenthalt in Riad zurücktrat, haben einige Mitglieder der Regierung wie der Außenminister und der Präsident höchst selbst sich dafür entschieden, die Situation eskalieren zu lassen, indem sie sich weigerten, den Rücktritt zu akzeptieren und Saudi Arabien zu beschuldigen, es habe Hariri gekidnappt.

Es ist wahrscheinlich, dass das iranische Regime (durch seine Ableger in der Hisbollah) Druck auf diese Minister ausgeübt hat, weil es die Kontrolle über das Land erlangen will und nicht wünscht, dass sich eine internationale Aufmerksamkeit darauf richtet.

Der Libanon war lange Zeit eine Arena für die Austragung von regionale Streitigkeiten: vom ägyptischen Präsidenten Gamal Abdul Nasser, der ihn gegen Syrien ausgespielt hat, bis zum iranischen Regime, das ihn gegen die USA benutzen wollte mit Bombardierungen und Morden und dann zum syrischen Präsidenten Hafis Assad, der sich in den Libanon eingemischt hat, weil er glaubte, er stelle eine Bedrohung für Syrien dar.

Das ist auch heute noch so. Das iranische Regime benutzt den Libanon, um seine Operationen der Sicherung und seine feindseligen militärischen Operationen in seinem Krieg gegen die legitime und international anerkannte Regierung im Jemen (über die Huthi Rebellen) zu leiten.

Auf diese Weise passieren alle nicht militärischen Aktivitäten der Huthi, darunter seine Kampagnen gegen Saudi Arabien und die Koalition, die es anführt, den Libanon und nicht den Jemen selber. Weil der Libanon von der vom Iran unterstützten Hisbollah kontrolliert wird, bedeutet das, dass der Iran nicht belangt und bestraft wird.

Der Iran benutzt den Libanon auch als einen sicheren Aufenthaltsort für alle diejenigen, die gegen Feinde des Iran rebellieren, wie etwa für den früheren irakischen Premierminister Nouri al-Maliki. Er wird damit zu einer Brutstätte für Rebellionen gegen alle vom Westen gebilligten Regierungen.

Albdulrahman Al-Rashid, der frühere Generalmanager der Fernsehanstalt Al-Arabiya schreibt über Asharq Al-Awsat: „Das wichtigste und am längsten anhaltende Problem von Saudi Arabien ist der Iran, der hier von der Hisbollah vertreten wird.

Das ist ein Problem, das es mit der Mehrheit der Länder in der Region teilt. Riad hat sich auf eine wichtige Botschaft konzentriert, die darin besteht, dass der Libanon nicht eine Beute der Hisbollah bleiben darf. Die Libanesen und die Araber, die diese Partei unterschätzen, sind sich nicht dessen bewusst, dass sie den libanesischen Staat komplett übernehmen und alle Vielfalt und alle Freiheiten beseitigen könnte“.

Er fährt fort: „Die Hisbollah wird die unabhängigen Gruppen im Libanon zerstören, die christlichen ebenso wie die sunnitischen, wenn sie weiter an ihrer Agenda arbeitet, den Libanon in ein iranisches Land umzuformen. Diese neuen Herausforderungen liegen in der Verantwortung des libanesischen Volkes selbst, das, wenn es sich gegen die Hisbollah vereinigt, Unterstützung in der Region und international finden würde. Wenn es das nicht tut, dann wird es das erste sein, das in der neuen Gleichung der Hegemonie des Iran über Syrien und den Irak verliert“.