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Proteste im Iran: Regime ist alarmiert über bevorstehendes Feuerfest

Sicherheitsbeamte des Regimes haben sich besorgt über die mögliche Eskalation der Proteste gegen die Regierung während des Feuerfestes (Chaharshanbeh Suri) geäußert. Dieses Fest findet am Dienstag, dem 13. März statt. Die Sorge klingt an in Erklärungen von Generalstaatsanwälten und sog. Revolutionären Strafverfolgungsorganen in verschiedenen Provinzen und Städten. Viele von ihnen haben verkündet, dass sie besondere Einheiten abgestellt haben, die Rechtsverletzungen und Verbrechen in den Tagen des Festes verfolgen sollen.

In vielen Städten werden die staatlichen Sicherheitskräfte in voller Alarmbereitschaft sein, so in Teheran, Schiras (der Hauptstadt der Provinz Fars), Qazvin (Hauptstadt der Provinz Markazi), Ardebil (Hauptstadt der gleichnamigen Provinz), Hamedan (Hauptstadt der Provinz Hamedan), Sari (Hauptstadt der Provinz Mazandaran), Amol (Provinz Mazandaran), Birjand (Hauptstadt der Provinz Süd-Khorasan) und Qom (Hauptstadt der Provinz Qom).
Es ist bezeichnend, dass die Sicherheitskräfte des Regimes auch in Qom in Alarmbereitschaft stehen. Diese Stadt gilt seit langem als Bastion der Mullahherrschaft; dort befinden sich eine Reihe von Religionsschulen, darunter Schule Feyzieh, wo Khomeini lehrte. In diesem Jahr haben nach den Massenprotesten von Ende Dezember und Januar, die das Regime bis ins Mark erschütterten, dessen Sorgen über öffentliche Versammlungen im Allgemeinen und besonders über die Feiern zu Chaharshanbeh Suri zugenommen.
Die inländische Führung der oppositionellen Volksmodjahedin Iran hat zu Aktionen anlässlich Chaharshanbeh Suri aufgerufen. Es folgen einige furchtsame Reaktionen von Regimebeamten:
Staatliche Nachrichtenagentur Mizan (der Justiz unterstehend), 8. März 2018:
„Der Generalstaatsanwalt und Revolutionäre Strafverfolgungsbeamte von Qom sprach in einem Interview mit Mizan von Direktiven, die an die Sicherheitskräfte ausgegeben wurden. … Mehdi Kaheh sagte, Sicherheitspatrouillen, bestehend aus Sicherheits- und Justizpersonal, würden ab heute in der ganzen Stadt anwesend sein und Streife gehen. Wenn jemand dabei angetroffen wird, dass er Probleme schafft, wird er festgenommen und mit Strenge behandelt werden.“
Freitagsgebete in Teheran, 9. März 2018:
Mullah Sedighi, Freitagsprediger in Teheran: „… Im vergangenen Dezember hat der Feind uns bedroht und Unruhe gestiftet. Sie haben auch für Februar und März Komplotte ausgeheckt. Zu Chaharshanbeh Suri ist zu sagen: Wer nicht achtgibt, darf sich nicht erlauben, die moralische Sicherheit der Gesellschaft und seine persönliche Sicherheit zu gefährden …“