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Teheren macht sich Sorgen um Venezuela

NWRI- Die staatlichen Medien im Iran sind voll mit Sorgen des iranischen Regimes über die Reaktion der internationalen Gemeinschaft bezüglich der aktuellen Situation in Venezuela und was dies für die Zukunft des iranischen Regimes bedeuten könnte.

Die Zeitung Daily Politics behauptete am 27. Januar, dass die EU das Volk von Venezuela darin unterstützt, „dass es seine Regierung stürzen will“. Das zeigt, dass die EU an der Seite der USA steht. Die Zeitung sieht das als Begründung dafür an, warum der Iran sich nicht den internationalen Regeln gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus anschließen sollte. Es wird damit begründet, dass auch das entsprechende Kontrollgremium nur die Ziele der USA verfolgt.

In dem Bericht heißt es:“ Diese Maßnahmen zeigen wieder einmal, dass Institutionen wie die Financial Action Task Force (FATF), das Palermo Gesetz und die Vorgaben gegen die Finanzierung von Terrorismus (CFT) nicht die Probleme eines Landes lösen können. Diese Institutionen sind und waren niemals unabhängig und sie haben keine eigene Agenda, sondern gehen nur Hand in Hand mit dem herrschenden Staat.“

Die Realität ist, dass der Iran weis, dass seine Finanzierung von Terrorgruppen ihn selbst an der Macht hält. Er sucht daher nach allen Arten von Entschuldigungen, diese Vorgaben nicht anzunehmen, selbst wenn es keinen Sinn macht.

Warum also hat das Mullahregime solche Angst vor dem Sturz des Regimes in Venezuela?

Die Antwort ist einfach: Das iranische Regime ist 40 Jahre lang nur an der Macht geblieben, weil es das Volk massiv unterdrückt hat. Wenn nun ein anderes Regime fällt, dann sendet das an das iranische Volk die Botschaft, dass es auch gegen sein Regime erfolgreich aufstehen kann. Das war auch ein Grund dafür, warum das iranische Regime seit 2013 Milliarden Dollar in das Assad Regime in Syrien investierte.

Die Zeitung Daily Politics versucht in dem Artikel, die US Politik und seine Unterstützung für den Wunsch des Volkes nach Freiheit zu diskreditieren. Dabei wird aufgezeigt, dass die USA eine Reihe von Sanktionen gegen das Land verhängt hat und dass die angebliche Intention dahinter „die Gründung eines wirtschaftlichen Chaos“ war. Es werden dann Vergleiche mit den US Sanktionen gegen den Iran gezogen und wie damit der internationale Druck auf das Land erhöht wird. Dass die Intention dahinter jedoch auch eine Hilfe zum Regimewandel durch das Volk sein könnte, wird dabei verschwiegen.

Der Bericht verschweigt auch, was für eine Politik das Regime in Venezuela im Land verfolgte. Es werden die schweren Menschenrechtsverletzungen verschwiegen, welche der Auslöser für die Volksaufstände waren und es ist das Volk, dass zu einem Regimewandel aufruft und nicht die USA. Und genauso ist es auch im Iran.

Die Zeitung beklagt weiter, dass Europa kürzlich das Thema der iranischen Raketentests auf die Agenda brachte, nachdem der Iran mehrfach die UN Resolution in diesem Bereich verletzt hatte. Die Aufnahme der Raketentests ist auch eine Verletzung des Atomdeals von 2015. Hinzu kommt, dass der Iran mehrere Terror- und Mordanschläge 2018 in Europa geplant hat.

Das iranische Regime interessiert nicht, wer in Venezuela regiert. Es ist nur wichtig, dass es selbst so lange wie möglich im Iran weiter herrschen kann.