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USA verstärken die Sanktionen gegen das iranische Regime

NWRI- In dieser Woche haben die USA ihre Energiesanktionen gegen das iranische Regime dadurch bedeutend verstärkt, dass sie Sanktionsnachlässe für acht Länder beseitigt haben, denen zunächst erlaubt worden war, iranisches Öl weiter zu kaufen, nachdem grundsätzlich die Sanktionen im letzten Jahr wieder in Kraft gesetzt worden waren.

Dies ist Teil des Betreibens der Administration von Donald Trump, die Ölexporte des iranischen Regimes auf null zu bringen, um dem Regime die Möglichkeit zu nehmen, terroristische Gruppen, die inländische Repression und die Programme für ballistische Raketen und Atomwaffen zu finanzieren.

Viele Analysten zeigten sich schockiert über die plötzliche Aufhebung der Nachlässe, weil sie erwartet hatten, dass Trump alle sechs Monate die Nachlässe peu à peu beseitigen und allmählich die Käufe iranischen Rohöls herunterfahren werde. Manche befürchten, dass das den Ölmarkt erschüttern werde.

Trump ist jedoch nicht besorgt und besteht darauf, dass der Rest der Öl produzierenden Länder in der Welt imstande sein werde, den Verlust des iranischen Rohöls zu kompensieren, insbesondere Saudi Arabien. Die Saudis müssen das noch bestätigen, aber diese Frage wird wahrscheinlich beim Treffen der OPEC Staaten im Juni gelöst werden. Es ist auch nicht so, dass die Öl produzierenden Länder die Chance, ihren Marktanteil zu erhöhen, nicht ganz gerne sehen.

Nach der Bekanntmachung der USA sind die Ölpreise anfänglich gestiegen, aber durchaus nicht so sprungartig, und es wird erwartet, dass sie bald wieder fallen. Insgesamt gesehen ist der Ölmarkt derzeit übersättigt. Es gibt mehrere andere Faktoren, die den Ölmarkt ebenso beeinflusst haben, darunter die Krise in Venezuela und das kontaminierte Öl aus der russischen Pipeline. Deshalb wäre es unfair, den Preisanstieg einzig den US Sanktionen zuzuschreiben.

Trotz der Sanktionen der USA befürchten manche jedoch, dass es unmöglich ist, die Exporte des Iran wirklich sofort auf null fallen zu lassen, weil der Iran sein Öl wahrscheinlich durch den benachbarten Irak schmuggeln wird, was zugleich die Gefahren beleuchtet, die daraus resultieren, dass man es dem Regime erlaubt, so viel Einfluss in der Region zu bekommen.

Ein anderer Weg, auf dem der Iran die Sanktionen umgehen könnte, ist der, Öl in Transaktionen zu verkaufen, die nicht vom Dollar bestimmt sind, das meint Tamar Essner , der Direktor für Energie und Dienstleistungen bei Nasdaq Corporate Solutions, der schätzt, dass 800 000 – 900 000 von den 1,3 Millionen Barrel  des iranischen Öls pro Tag auf dem Markt weiter gehandelt werden können.

Eine andere Herausforderung kommt von China und der Türkei, die sich gegen die Sanktionen ausgesprochen haben, wobei China öffentlich angekündigt hat, sich daran nicht zu halten.   Das kann jedoch alles auch nur Getöse sein, deshalb muss man warten und sehen, was passiert.

Die Wahrheit ist, dass, selbst wenn diese Sanktionen kurzfristig etwas schmerzhaft sind wegen der steigenden Ölpreise, es das wert ist für den Schutz der weltweiten Sicherheit durch ein Loswerden des iranischen Regimes.