NWRI- Die Resolution des IAEA-Gouverneursrats vom 20. November ist mehr als ein technisches Dokument; sie ist ein politisches Urteil. Selbst nach den Bombenangriffen auf wichtige Nuklearanlagen und der offenkundigen Gefahr einer weiteren Eskalation verweigert Teheran den Inspektoren weiterhin den Zugang und klärt nicht das Schicksal seines angereicherten Urans. Die Botschaft ist unmissverständlich: Das Regime wird von seinem Atomprogramm nicht abrücken, denn es betrachtet die Atombombe nicht als Luxus, sondern als Überlebensstrategie.
Diese Weigerung ergibt nur Sinn, wenn wir die strategische Doktrin der herrschenden Theokratie verstehen. Seit über vier Jahrzehnten stützt das System der Velayat-e Faqih sein Überleben auf drei Säulen: brutale Repression im Inland, Export von Krisen und Krieg durch Stellvertretergruppen in der Region und das Streben nach Atomwaffen. Dies sind keine voneinander getrennten Strategien; sie bilden die drei Beine desselben Stuhls. Entfernt man eines, gerät das gesamte Gebilde ins Wanken.
Deshalb ist das Regime bereit, fast jeden Preis zu zahlen, um seine Atomwaffen zu erhalten. Sanktionen, internationale Isolation, selbst Luftangriffe auf Atomanlagen sind in Khameneis Kalkulation einem „Selbstmord“ durch Rückzug vorzuziehen. Er selbst hat es in verschiedenen Formulierungen gesagt: „Wir werden nicht aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen.“ In der Praxis bedeutet dies, dass Teheran zwar stärkeren Druck akzeptiert, aber weder echte Transparenz gegenüber der IAEA noch eine tatsächliche Demontage seiner Atomwaffenkapazitäten.
Die Akte zum iranischen Atomprogramm macht die Logik auf brutale Weise deutlich. Der Iran hat Uran in nahezu waffenfähigem Zustand angereichert, weit über jeden zivilen Bedarf hinaus. Er hat die Überwachung eingeschränkt, Kameras ausgewiesen und blockiert nun den Zugang zu den bombardierten Anlagen. Wäre sein Programm wirklich friedlich, wäre die uneingeschränkte Zusammenarbeit mit der IAEA der einfachste Weg, alle Zweifel auszuräumen. Stattdessen behandelt Teheran die Inspektoren als Gegner, Resolutionen als Bedrohungen und jeden Ruf nach Transparenz als Angriff auf den Machterhalt des Regimes.
Unterdessen zahlt das iranische Volk den Preis. Eine Wirtschaft , die bereits unter Korruption, Sanktionen und Militärausgaben leidet, wird durch das Atomprogramm zusätzlich geschädigt. Ressourcen, die für Arbeitsplätze, Gesundheitsversorgung und Wasserversorgung bestimmt sind, fließen in die Urananreicherung, Raketen und Stellvertreterkriege. Das Regime hat die Wirtschaft im Namen der „Abschreckung“ und der „strategischen Tiefe“ faktisch als Geisel genommen, während die einfachen Iraner immer tiefer in die Armut getrieben werden.
Die internationale Gemeinschaft steht vor einer bitteren Realität: Ein Regime, das sein Überleben auf Repression, regionale Kriege und nukleare Erpressung stützt, wird niemals freiwillig eine dieser Säulen aufgeben. Solange die Reaktion der Welt auf periodische Resolutionen, symbolische Verurteilungen oder einen weiteren Versuch eines „großen Kompromisses“ beschränkt bleibt, wird Teheran lediglich Zugeständnisse einstreichen, Zeit gewinnen und sich immer weiter der nuklearen Schwelle annähern.
Gleichzeitig liegt die Lösung nicht in einer ausländischen Invasion oder einem weiteren verheerenden Krieg. Jüngste Konflikte haben gezeigt, dass Militärschläge zwar Einrichtungen beschädigen können, aber weder die Natur des Regimes noch seine grundlegenden Machtstrukturen verändern. Bomben mögen Gebäude treffen, doch sie zerschlagen weder die Machtstrukturen in Teheran noch ersetzen sie diese durch eine demokratische Alternative.
Tatsächlich gibt es nur eine dauerhafte Antwort auf die nukleare Gefahr, die von diesem Regime ausgeht: einen demokratischen Wandel im Iran durch das iranische Volk und seinen organisierten Widerstand. Im Land kam es wiederholt zu landesweiten Aufständen, und die wachsende Rolle der MEK-Widerstandseinheiten im Kampf gegen die Autorität des Regimes und seinen Angstapparat wurde deutlich demonstriert. Sie, nicht ausländische Armeen, stellen die wahre Kraft dar, die das Regime stürzen kann. Daher ist es unerlässlich, dass die internationale Gemeinschaft das Recht des iranischen Volkes und seines Widerstands – einschließlich ihres Kampfes gegen die Revolutionsgarden – ausdrücklich anerkennt, sich der Tyrannei zu widersetzen und für einen freien, demokratischen und atomwaffenfreien Iran zu kämpfen.
Die Resolution vom 20. November hat einmal mehr eine einfache Wahrheit offenbart: Dieses Regime zieht Bomben dem Brot, Terror dem Frieden und nukleare Erpressung der internationalen Legitimität vor. Die Welt muss darauf reagieren, indem sie sich klar auf die Seite derer stellt, die die einzige wirkliche Garantie für ein atomwaffenfreies Iran bieten: das iranische Volk und seinen organisierten Widerstand, der für eine freie, demokratische und friedliche Republik kämpft.
