Iran: Nachtproteste fordern Regimewechsel

Aufständische Jugendliche greifen Gouverneursbüros und Basij-Basen in Abadan, Neyriz, Yazd und Qazvin an; Regime begräbt heimlich Märtyrer

Am Montagabend, dem 5. Januar 2026, der neunten Nacht des landesweiten Aufstands, kam es in verschiedenen Gebieten Teherans und anderen Städten im Iran zu Demonstrationen und Zusammenstößen zwischen rebellischen Jugendlichen und Khameneis Söldnern.

In Teheran demonstrierten Menschen und rebellische Jugendliche in Haft Howz und Narmak und skandierten: „Dieses Jahr ist das Jahr des Blutes, Seyyed Ali wird gestürzt werden.“ In Tehransar und Naziabad gingen Menschen auf die Straße und riefen: „Tod dem Diktator!“ In Yaft Abad und Shahrak-e Vali Asr setzten rebellische Jugendliche zwei Motorräder der repressiven Staatssicherheitskräfte (SSF) in Brand. Bereits am Montag protestierten Händler auf den Märkten Cheragh Bargh, Sepahsalar und Ahangaran in Teheran gegen die hohen Devisenpreise und ihre sich verschlechternden Lebensbedingungen. Sie lieferten sich Auseinandersetzungen mit den SSF, die Tränengas einsetzten und dabei „Schändlich, schändlich!“ riefen.

In Sonqor und Kolyaee sowie in Islamabad-e-Gharb in der Provinz Kermanshah demonstrierten Menschen und riefen „Tod Khamenei “. In Arak blockierten rebellische Jugendliche Straßen, indem sie Mülltonnen in Brand setzten und ebenfalls „Tod Khamenei“ skandierten. In Juyabad (Isfahan) stellten sich mutige Jugendliche dem direkten Feuer von Söldnern entgegen und riefen dabei „Tod dem Unterdrücker“. Auch in Gohardasht und Golshahr (Karaj) fanden nächtliche Demonstrationen mit regimekritischen Parolen statt.

Am Montagabend demonstrierten Studenten der Universität Birjand und skandierten: „So viele Jahre des Verbrechens, Tod diesem Velayat (der Herrschaft der Mullahs)! “ Auch Studenten der Universität Shiraz protestierten gegen Repressionsmaßnahmen in ihren Wohnheimen.

Am 4. und 5. Januar verübten rebellische Jugendliche schwere Angriffe auf Unterdrückungszentren des Regimes. Sie attackierten das Gouverneursbüro in Abadan sowie Basij-Stützpunkte und die plündernde Organisation „Hilfskomitee“ in Yazd, Qazvin und Ahvaz mit Molotowcocktails. In Neyriz wurden der Eingang zum Gouverneursbüro, ein Basij-Stützpunkt und ein Fahrzeug der SSF in Brand gesetzt. In Aligudarz fanden Straßenkämpfe statt, die Söldner zur Flucht zwangen. Außerdem wurden in Maschhad und Neyriz Banner von Qasem Soleimani verbrannt.

Am Montagmorgen bestatteten Schergen des Regimes heimlich den Leichnam des Aufständischen Ahmadreza Amani in einem Dorf bei Azna. Auch die Leichen der Märtyrer Rasoul und Reza Kadivarian wurden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in Kermanshah beigesetzt. Yasuj wird von einem massiven Sicherheitsaufgebot bewacht. Die Azad-Universität hat unterdessen ihre Prüfungen landesweit abgesagt, und die Studentenwohnheime der Sharif-Universität wurden evakuiert.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)

  1. Januar 2026