Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung fordert das Ende der Hinrichtungen im Iran

NWRI

Dr. Lars Castellucci: „Die Todesstrafe ist mit der Würde des Menschen unvereinbar, denn sie ist eine unmenschliche und besonders grausame Form der Bestrafung. Deutschland und alle anderen EU-Mitgliedstaaten lehnen die Todesstrafe unter allen Umständen ab.“

Anlässlich des Welttages gegen die Todesstrafe hat der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe Dr. Lars Castellucci das iranische Regime zum Stopp der Hinrichtungen aufgefordert. Am 10. Oktober erklärte er:

„Von den Hinrichtungen, die bekannt sind, finden die meisten in Iran statt. Laut Amnesty International wurden 2025 in Iran mindestens 2.159 Menschen hingerichtet – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Die meisten dieser Hinrichtungen erfolgten wegen Drogendelikten oder Kapitalverbrechen – und als zynisches Instrument der Abschreckung gegenüber Protestierenden und Aktivisten. Besonders betroffen sind Angehörige ethnischer Gruppen wie Balutschen, Kurden und afghanische Staatsangehörige. Ich fordere das iranische Regime auf, unverzüglich ein Hinrichtungsmoratorium zu verhängen, alle Todesurteile auszusetzen und die Todesstrafe vollständig abzuschaffen.“

In der Pressemitteilung geht der Menschenrechtsbeauftragte auch auf den weltweiten Einsatz gegen die Todesstrafe ein:

„Die Todesstrafe ist mit der Würde des Menschen unvereinbar, denn sie ist eine unmenschliche und besonders grausame Form der Bestrafung. Deutschland und alle anderen EU-Mitgliedstaaten lehnen die Todesstrafe unter allen Umständen ab.

Wir setzen uns weltweit für die Abschaffung und Ächtung der Todesstrafe ein. Diese Position verteidigen wir vehement in wichtigen internationalen Gremien wie der Generalversammlung oder dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen und kritisieren auch enge Partner, wenn sie die Todesstrafe beibehalten. Wir unterstützen auch zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen.“